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Allgäuer Zeitung

Samstag, 17. November 2018
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
23.02.2005

Beim Altenheim: Nachtfahrverbot soll Ruhe bringen

Sonthofen (uw).
Kein verfrühter Aprilscherz in Sonthofen: Ab 1. April soll ein Nachtfahrverbot an der Ecke Hirsch- und Grüntenstraße im Bereich des dortigen Alten- und Pflegewohnheims („Spital“) Autofahrer ausbremsen und von 22 bis
6 Uhr für nächtliche Ruhe sorgen. Das beschloss der Bauausschuss einstimmig. Einzig Anwohner und Rettungsdienste dürfen das kleine gesperrte Stück befahren. Der Versuch ist bis 31. Oktober befristet. Untertags darf die Strecke wie bisher befahren werden.

Damit will die Stadt auch so genannte „City-Fahrer“ stoppen – junge Menschen, die mit ihren Autos sinnlos immer wieder im Kreis herumfahren. Und das – bevorzugt in den wärmeren Monaten – mit offenen Fenstern und ohrenbetäubend lauter Musik. Mancher habe dabei sogar noch einen extra lauten Auspuff, sagt Hans Soul, Chef der städtischen Verkehrsüberwachung. Frühere Kontrollen hätten gezeigt, dass so mancher binnen kurzer Zeit acht- bis zehnmal die gleiche Straße entlangfährt.
Damit ist ab 1. April Schluss. Das Nachtfahrverbot betrifft nur eine kurze Passage an der Ecke Hirsch- und Grüntenstraße. Es gilt für Autos ebenso wie etwa für Motorräder und Mofas. Das Zusatzschild „Anwohner/Rettungsdienste frei“ stellt sicher, dass nur der nachts in den gesperrten Bereich fährt, der dort wirklich etwas zu suchen hat. Denn eben das lässt sich nun ganz einfach über die Adresse in Fahrzeugschein bzw. Ausweis kontrollieren. Das oft verwendete Schild „Anlieger frei“ hätte eine so restriktive Begrenzung nicht möglich gemacht. Laut Soul hat die Polizei das Vorhaben befürwortet und will mit Verkehrskontrollen Schützenhilfe leisten. Auch die städtische Verkehrsüberwachung wird die Einhaltung durchsetzen.
Autofahrer, die von der einen oder anderen Seite auf den gesperrten Abschnitt zufahren, stehen damit jeweils in einer Sackgasse. Wenn sie beispielsweise keinen Parkplatz finden oder nur jemanden aussteigen lassen, müssen sie anschließend wenden und auf dem gleichen Weg wieder zurückfahren. Das Nachtfahrverbot wird deshalb an den Zufahrten zu den beiden Straßenabschnitten vorangekündigt.
Eigentlich gibt es sogar schon länger Überlegungen, den Verkehr in der Hirschstraße grundsätzlich zu beruhigen und vielleicht sogar ein Stück Fußgängerzone zu schaffen. Im Gesamtverkehrsplan der Firma „Modus Consult“ beispielsweise wird empfohlen, die Durchfahrt generell zu sperren. Doch eine solche Maßnahme scheidet aus, weil die Stadt nicht das Geld für die nötigen Umbauten (wie Wendemöglichkeiten) hat.

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