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Allgäuer Zeitung

Samstag, 17. November 2018
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
04.07.2005

Pilgerreise übt große Anziehungskraft aus

Oberstdorf/Holzgau (pts).
Die beschwerliche Wallfahrt der Gläubigen von Oberstdorf übers 2000 Meter hohe Mädelejoch nach Holzgau im Tiroler Lechtal hat nichts von ihrer geistigen Anziehungskraft eingebüßt. Dabei fand schon die 9. Pilgerreise dieser besonderen Art statt. Erneut machten sich 300 spirituelle Wanderer aus dem Oberallgäu auf den steinigen Weg, der trotz sommerlicher Temperaturen immer noch mit einem Lawinenfeld durchsetzt war. Alle Wallfahrer feierten wohlbehalten in der Maria-Himmelfahrt-Kirche von Holzgau eine gleich von vier Geistlichen zelebrierte Messe.

Wallfahrts-Organisationsleiter Fritz Gentner hatte wieder einmal das Wohlgefallen des Himmels gefunden. Sicher wie Christopherus geleiteten die beiden Bergwacht-Betreuer und der eigene Sicherheitsdienst aus ehemaligen Alpinhelfern die große Pilgerschar über das Schneefeld und die steilen Steige. Viele junge Leute gingen diesmal mit auf die religiöse RucksackTour, bei der Bürgermeister Thomas Müller das Wallfahrerkreuz über weite Strecken trug.
Die seelsorgerische Begleitung war Aufgabe von Pfarrer Peter Guggenberger, der dabei von Pfarrer Thaddäuß Flak (Altstädten) und dem normalerweise in Venezuela beheimateten Missionspater Karl Laurer unterstützt wurde. Auch eine Gruppe der Kolpingfamilie stieg mit auf. In Holzgau zelebrierte der dortige Ortsgeistliche Marc Sommer den Wallfahrer-Gottesdienst mit, der unter einem Wort von Johannes dem Täufer stand: „Bereitet dem Herrn den Weg!“
Ergreifende Aura am Joch
Die beiden Andachts-Stationen unterwegs, an der Kemptener Hütte und am Mädelejoch, welches zugleich die deutsch-österreichische Grenzbastion darstellt, sorgten die aufgestiegenen „Breitachtaler Johlar“ mit ihren Jodlern für eine ergreifende Aura. Den Oberstdorfer Wallfahrern war auf halbem Wege eine Holzgauer Pilgergruppe mit dem dortigen Altbürgermeister Fritz Hammerle entgegengekommen.
Die Lechtaler Wallfahrer, die zusammen mit den Oberstdorfern vor Jahren die uralte Tradition der Pilgerreise übers Gebirge wiederbelebt hatten, trafen nicht mit leeren Händen auf ihre Brüder und Schwestern im Geiste. Mit unterwegs gepflückten Alpenrosen wurde das Wallfahrer-Kreuz geschmückt. Es hat nun vorläufig seinen Platz in der Holzgauer Kirche gefunden, bis es am Sonntag, 28. August von den Holzgauer Pilgern bei der Gegenwallfahrt nach Maria Loretto in Oberstdorf zurückgebracht wird.

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