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Allgäuer Zeitung

Samstag, 17. November 2018
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
04.07.2005

Auf die Mitglieder ist Verlass

Von Werner Kempf

Oberstaufen
Mitte Juni fällt Hanni Blank regelmäßig ins „Tennis-Fieber“. Denn zwei Wochen vor Beginn des ATP-Challenger-Turniers in Oberstaufen „kann ich es nicht mehr erwarten bis es losgeht“, sagt die 52-jähirge. Sie ist in diesem Jahr das neunte Mal als Linienrichterin im Einsatz. Für die Schriftführerin des TC Blau-Weiß Oberstaufen gehört die Turnierwoche im Juli zum Höhepunkt des Sommers.

Die tägliche Präsenz auf dem Tennisplatz ist für Hanni Blank neben ihrem Job als Lehrerin an der Berufsschule in Immenstadt alles anderes als Stress. Denn nach den Spielen sitzt sie mit den Kolleginnen und Kollegen des Helferteams zusammen. Dabei wird unter anderem über die Eigenheiten der Profis gewitzelt und die eine oder andere Begebenheit erzählt, die auf und außerhalb des Platzes passiert. Wichtig sei, dass „die Kameradschaft im Club während des Turniers gefestigt wird“, sagt Hanni Blank.
Dies ist auch der Grund, weshalb Günther Schropp eine Woche Urlaub nimmt, um beim Staufner ATP-Turnier mitzumachen. Der 58-jährige Beisitzer des TC Blau-Weiß kümmert sich um die Abrechnung der Kassen und darum, dass die Preisgelder pünktlich und korrekt ausgezahlt werden. „Mir würde was fehlen, wenn es das Turnier nicht mehr gebe“, sagt der kaufmännische Angestellte. Ihn motiviert besonders, dass alle im Club mit anpacken und „jedes Jahr Weltklassetennis in unserem Ort geboten wird“. Schade findet Schropp, der bei bisher allen Turnieren in Oberstaufen dabei war, dass Lokalmatador Dieter Kindlmann heuer nicht aufschlägt. Der 23-jährige Blaichacher muss nach einer Schulteroperation pausieren. „Wenn Kindlmann gespielt hat, war die Bude voll“, sagt der Chefkassier des Turniers.
Zum 14. Mail im Einsatz
Auch ohne das Zugpferd der vergangenen Jahre „werden wir dafür sorgen, dass die Veranstaltung ohne Pannen über die Bühne geht“, lässt Rudolf Maier wissen. Auch er ist das 14. Mal im Einsatz. Seit einigen Jahren teilt der 69-Jährige die Linienrichter während der Turnierwoche für die Qualifikation und die Hauptrunde ein. Er ist stolz darauf, dass die Mitglieder des Clubs zusammen halten und gemeinsam „eine Großveranstaltung auf die Bein stellen“.

Dadurch sei es dem Tennisclub als Veranstalter möglich, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit einem weniger werdenden Engagement der Sponsoren fertig zu werden. „Das positive Image des Turniers kommt bei den privaten Geldgebern aus der Region gut an“, sagt Turnierdirektor Hans Hermann. Und mit der Marktgemeinde als größtem Sponsor des Turniers kann Hermann auch heuer wieder ohne große Sorgen planen.
Was für andere Veranstalter nicht immer der Fall ist. Harald Schäfer, ATP-Schiedsrichter aus München, sagt, „dass immer mehr Turniere in Deutschland verschwinden“. Früher gab es ATP-Damen-Turniere in Hannover, Leipzig und Berlin. Von den ganz großen Veranstaltungen sei Filderstadt übrig geblieben. Auch das älteste Challenger-Turnier hierzulande, der Müller-Cup in Ulm, „ist von der Bildfläche verschwunden. Heuer haben die Veranstalter in Weiden aufgegeben“, erzählt der Referee. Oberstaufen wird dieses Schicksal nicht ereilen, glaubt Schäfer. „Hier helfen alle mit. Und von einem Großsponsor, der eines Tages keine Lust mehr hat und aussteigt, ist man hier auch nicht abhängig.“   E Allgäu-Sport


Die erste Runde auf der Anlage des TC Oberstaufen beginnt heute, Montag, um 13 Uhr. An Position eins ist der Argentienier Juan Pablo Brzezicki, Nummer 143 in der Welt, gesetzt. Weitere Infos im Internet unter www.oberstaufen-cup.de

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