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Allgäuer Zeitung

Samstag, 17. November 2018
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
16.07.2005

Moderner Service für Tourismus

Sonthofen/Oberallgäu (uw). - Zufriedene Gesichter bei der Oberallgäu Tourismus Service GmbH (OATS): Nicht allein die Gästekarte hat sich demnach im ersten Jahr des Vollbetriebes, 2004, bewährt. Auch sonst sei die Gesellschaft auf gutem Kurs, habe sich zur "modernen, verkaufsorientierten Serviceeinrichtung für den Tourismus" weiterentwickelt, bescheinigte Allgäu-Marketing-Geschäftsführer Bernhard Joachim der Gesellschafterversammlung in Sonthofen. Jetzt möchte sich die OATS für den Allgäuer Markt öffnen, neue Gesellschafter aufnehmen und auf das "Oberallgäu" im Namen verzichten.

Die OATS will so andernorts aufkeimenden Gedanken, selbst eine ähnliche Gesellschaft zu gründen, begegnen. Landrat Gebhard Kaiser: "Wir sind täglich daran, Leute im Ostallgäu zu überzeugen, nicht irgendeinen Blödsinn zu machen und etwas Neues aufzubauen." Dazu will sich die OATS öffnen und Gebietskörperschaften aus dem Unter-, West- und Ostallgäu aufnehmen. Zudem sagte die Versammlung ja, den Namen zu ändern. Ob aus "Oberallgäu Tourismus Service" ein "Allgäu Tourismus Service" wird oder sich eine andere Bezeichnung findet, ist noch offen. Letztlich gilt das ohnehin eher als zweitrangig: Denn die GmbH tritt bei Urlaubern nicht groß namentlich ins Bewusstsein. Langfristig müsse man die OATS eh unter dem Dach der "Allgäu Markting" integrieren, so Dirk Schoppmann (Allgäu-Top-Hotels). Wesentlicher Glanzpunkt der bisherigen OATS-Arbeit ist die Allgäu-Walser-Card, die Urlauber im Vorjahr über eine Million Mal bei den über 200 Akzeptanzstellen nutzten. Nicht eingerechnet sind da übrigens die vielen Karten-Einsätze im öffentlichen Nahverkehr. Bisher sind rund 5500 Vermieter ins System der Gästekarte eingebunden. Der elektronische Meldeschein erleichtert nicht nur die Abwicklung zwischen Vermietern und Gästeamt, sondern bringt einen weiteren Vorteil: Es lassen sich leichter schwarze Schafe finden, die Urlauber nicht anmelden, um etwas Kurtaxe zu sparen.

Gezielte Werbeaktionen

Durch die Gästekarte lassen sich vielzählige Daten gewinnen, für deren Auswertung bereits Partnerfirmen bezahlen. Ein Freizeitbad etwa will seine Rabattverhandlungen mit einzelnen Vermietern darauf abstimmen, wie viele Urlauber der jeweilige Vermieter tatsächlich ins Bad geschickt hat. Zugleich sollen die Erkenntnisse in gezielte Werbeaktionen fließen. Für die Kurverwaltungen in Bad Hindelang oder Oberstaufen beispielsweise kann etwas ganz anderes interessant sein: Rund 78 bzw. 74 Prozent der an den örtlichen Akzeptanzstellen vorgelegten Gästekarten stammt von Urlaubern aus dem eigenen Ort. Da macht es Sinn, über den Verkauf spezieller Ortspakete nachzudenken. Anderes wichtiges Geschäftsfeld ist das Service-Center. Kurverwaltungen können bei Bedarf Anrufer umleiten und sind so sieben Tage pro Woche von 7 bis 20 Uhr erreichbar. Die OATS-Mitarbeiter beantworten Fragen, beraten und buchen auf Wunsch freie Zimmer im jeweiligen Ort. Insgesamt brachte es die OATS im Vorjahr auf 1169 Buchungen mit 4073 Gästen und einem Volumen von rund 380000 Euro.

Ausgezeichneter Internet-Auftritt

Da jeder Urlauber mehr ausgibt als nur das Geld für die Zimmermiete, beträgt hier der hochgerechnete Umsatz für die Region 2,57 Millionen Euro. Heuer erwartet die OATS ähnliche Zahlen, obwohl zu wenig Kurverwaltungen das Angebot nutzten, die Nachfrage sogar eher sinke.
In ihrem weiteren Bericht erinnerten OATS-Geschäftsführer Martin Kumbrink und Mitarbeiter Uli Hüttenrauch unter anderem an den erneut mit Platz eins ausgezeichneten Internet-Auftritt und die Bewerbung des Oberallgäus als Quartier für die Fußball-WM. Hüttenrauch: "Wir wollen mit relativ wenig Aufwand eine Mannschaft abbekommen."
Aktuell versucht die OATS, die Gästekarte als Kundenbindungssystem des Handels den Einheimischen nahe zu bringen. Gemeinsam mit einem größeren Partner soll die Karte bis 2006 in rund 20000 Haushalten etabliert sein. Auf der regionalen Ebene ist ein allgäuweiter Lift- und Bergbahnpass im Visier, der anders als die bestehende Gletschercard tatsächlich die Drehkreuze an den Liften öffnen könnte.

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