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Allgäuer Zeitung

Samstag, 17. November 2018
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
26.09.2005

Wasserretter und Schwimmlehrer

Von Ulrich Weigel, Sonthofen - Sie sorgen sich um die Wasserrettung, bringen Kindern das Schwimmen bei und kümmern sich um Natur-/Gewässerschutz. Zuletzt war auch Sonthofens Wasserwacht beim August-Hochwasser gefordert, half bei der Evakuierung von Menschen und Vieh, brachte aber beispielsweise auch Melker zu einem überfluteten Bauernhof. Wie vielfältig die Aufgaben der Wasserretter sind, wie wichtig ihr Einsatz für die Allgemeinheit ist, das machten am Samstag die Festredner deutlich, als die Wasserwacht Sonthofen (Vorsitzender: Peter Schmidmeier) ihr 60-jähriges Bestehen feierte.

Einblicke in die Geschichte der Ortsgruppe gab eine mit vielen Bildern gestaltete Präsentation, was und wie sich vieles in den vergangenen 60 Jahren entwickelt hat. Thema war dabei auch immer wieder die Ausrüstung mit Rückblicken beispielsweise auf das erste Boot (ein alter Holzkahn aus Wehrmachtsbeständen), das erste Einsatzfahrzeug (1960 für eine Mark von der Firma Ergee gekauft) und die ersten selbst geschneiderten Neoprenanzüge.
Susanne Steinhilber als Stellvertreterin des Landrats spannte den Bogen von ihrer eigenen Kindheit unter der Freibad-Aufsicht von Wasserwacht-Gründungsinitiator Willi Wild hin zu heutigen Aufgaben: "Die Wasserwacht ist ein fester Bestandteil des Rettungswesens im Oberallgäu." Jetzt brächten allerdings die Klimaveränderung und damit einhergehende Hochwasser neue Herausforderungen. Auch die Wasserwacht müsse überlegen, wie man sich auf Zukunft vorbereite - in einer offenen, kooperativen Zusammenarbeit unter den Rettungsorganisationen. Auch Bürgermeister Hubert Buhl hatte seine Erinnerungen an "Freibad-Sheriff Will" und unterstrich die Bedeutung der Wasserretter ("ausgesprochen wichtig") für die Region. Lob zollte er für die Ausbildung von Rettungsschwimmern und den Schwimmunterricht für die Jugend.
Die zunehmenden Unwetter und Starkniederschläge rückte ebenso Werner Nisseler, stellvertretender Vorsitzender der Wasserwacht Schwaben, ins Bewusstsein. Längst sei man daran, Helfer in Bayern speziell auszurüsten und auszubilden. Mit 118000 Mitgliedern, davon 54000 Aktive, sei die Wasserwacht des Roten Kreuzes der größte Wasserrettungsverband in Bayern. Weiter erinnerte er daran, dass die Sonthofer Ortsgruppe vor Jahren beispielsweise eine Vorreiterrolle beim Thema "Canyoning-Rettung" hatte.
Schnelle Hilfe

Herbert Schieck als Vize-Vorsitzender des Rotkreuz-Kreisverbandes Oberallgäu, sprach von den zwei gegensätzlichen Seiten des Wassers: Als wichtigstes Lebensmittel sei es ein Geschenk der Natur, könne aber auch erhebliche Gefahr für Leib und Leben, Hab und Gut bringen. "Wer vom Wasser bedroht ist. benötigt schnelle, entschlossene Hilfe." Weiter hob er hervor, dass die Wasserwacht ehrenamtlich im Einsatz ist. Zum Jubiläum gratulierte auch Wolfgang Link, Vorsitzender der Kreiswasserwacht Oberallgäu, und betonte das Engagement der Ortsgruppe Sonthofen.
iWeitere Infos zur Wasserwacht unter www.wasserwacht-sonthofen.de

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