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Allgäuer Zeitung

Samstag, 14. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
30.01.2009

Am Fledermaus-See die Natur beobachten

Eine schöne Aussicht auf ein besonderes Biotop soll es bald in Bellen bei Rettenberg geben. Am so genannten Fledermaus-See plant das Wasserwirtschaftsamt eine Aussichtsplattform für Naturfreunde. Die Gemeinde hat jetzt dem Vorhaben zugestimmt. Der im Jahr 2005 künstlich angelegte Teich in Bellen ist ein Grundwassersee, der extra geschaffen wurde, um den seltenen Wasserfledermäusen einen sicheren Lebensraum zu bieten. Der See sei im Zentrum der Ausgleichsfläche für den B19-Neubau, erklärt Michael Zeiser vom Wasserwirtschaftsamt. Man habe das Gewässer für die Fledermäuse angelegt, weil diese eine große Fläche zum Jagen brauchen. Die bedrohten kleinen Tierchen - sie werden nur drei bis fünf Zentimeter groß - fangen Insekten an der Wasseroberfläche ab.

Fledermäuse sollen nicht über B 19 fliegen

Besonders wichtig sei, die Fledermäuse davon abzuhalten, über die B19 zu fliegen, sagt Zeisler. Denn: «Weil sie so klein sind, werden sie vom Luftsog der Straße angezogen und zerschellen». Deshalb sei der Fledermaus-See so wichtig für die Population in dieser Gegend. Der Aussichtspunkt allerdings soll zwar einen schönen Blick auf den Teich ermöglichen, Fledermäuse beobachten kann man dort aber wahrscheinlich nicht - denn schließlich jagen die Tiere nur im Dunkeln.

Dafür, erklärt Zeisler, könne man das Biotop als Ganzes betrachten und habe vom erhöhten Aussichtspunkt aus einen guten Blick auf die alte Iller. Besonders Vögel ließen sich an dieser Stelle gut beobachten.

Rettenbergs Bürgermeister Oliver Kunz unterstützt das Vorhaben des Wasserwirtschaftsamtes.

Nicht nur touristisch sinnvoll - auch für Schulen nutzbar

Eine Aussichtsplattform sei nicht nur aus touristischer Sicht sinnvoll, sondern auch aus pädagogischer: «Zum Beispiel für Schulklassen ist das ideal», findet der Rathauschef. Die Gemeinde wird für die Unterhaltung zuständig sein, das Wasserwirtschaftsamt finanziert den Bau der Plattform.


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