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Allgäuer Zeitung

Samstag, 14. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
31.01.2009

Grundwasser-Sorgen in Ortwang

Der geplante Hochwasserschutz an der Ostrach macht in Burgberg, speziell in Ortwang und Erzflöße, weiter Sorgen. Drei Stunden stellte das Wasserwirtschaftsamt Kempten seine Planung vor und diskutierte sachlich mit Bürgern. Manche Sorge konnte ausgeräumt werden, aber nicht jede. Auch wenn Helmut Weis, Leiter der Neubauabteilung im Wasserwirtschaftsamt Kempten (WWA) versicherte: «Wir sind angetreten, um Probleme zu lösen und nicht neue zu schaffen.»

Die Sorge, dass Arbeiten am Gewässerbett der Ostrach eine große Gefahr für den Grundwasserstand in Ortwang sind, widersprach das WWA: Der Einzugsbereich von Iller und Ostrach umfasse rund 555 Quadratkilometer. Dazu kämen die Grundwasserströme mit «gigantischen Wassermassen» und träfen sich in der Senke Ortwang. Die Ostrach könne das Grundwasser nur ganz gering beeinflussen, und das werde man auch nachweisen. Zudem: In 3 bis 5 Jahren dichte sich ein Gewässer ohnehin selbst ab. Dazu ein Bürger: «Auch kleine Wassermengen aus der Ostrach im Grundwasser können uns wehtun.»

Die Sorge, dass der geplante Ausbau auf ein 100-jähriges Hochwasser nicht reicht, kann das WWA nicht entkräften. Man baue die Ostrach für die Bemessungsgrenze plus 15 Prozent Klimazuschlag aus - «für mehr haben sie keinen Anspruch», so Weis. Das Kernproblem ist freilich ein anderes: Jedes starke Hochwasser verschiebt den Wert eines 100-jährigen Ereignisses.

Anwohner machen sich Sorgen

Ein anderer Kritikpunkt ist die Situation an der Starzlach, die das anstehende Schutzprojekt nur auf den letzten etwa 20 Metern erfasst, also an der Einmündung in die Ostrach. Mehrfach wiesen Bürger darauf hin, dass die Starzlach bei Hochwasser wie 1999 am Limit war und sich an der Mündung in die Ostrach staute. Deshalb macht Burgbergern ein Vorhaben des WWA große Sorgen.

Die Planer wollen in Sonthofen den Albergraben direkt in die Starzlach leiten. Bisher fließt der in einem überlasteten Mühlkanal durch die Stadt in die Ostrach. Das Vorhaben zählt allerdings nicht zum Ostrach-Ausbau, sondern ist ein eigenes Projekt, das wegen Grundstücksschwierigkeiten ins Stocken geraten ist. Wird es mit der Albergraben-Umleitung konkret, hieß vonseiten des WWA, werde man auch die Starzlach überprüfen. Auf den fürs Ostrach-Projekt umzubauenden letzten 20 Metern der Starzlach sei der Albergraben berücksichtigt.


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