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Allgäuer Zeitung

Montag, 16. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
04.02.2009

Geburtswehen bei Kinderkrippe

Unter Geburtswehen hat der Gemeinderat Blaichach ein Kind zur Welt gebracht: Schon im Herbst soll in der Kommune eine Betreuungs-Einrichtung für Kleinkinder unter drei Jahren entstehen, um den ortsansässigen berufstätigen Eltern das Alltagsleben zu erleichtern.

Nach langer Diskussion legte das Kommunalparlament in seiner jüngsten Sitzung nicht nur mit einem Anbau an den Kindergarten St. Magnus den Standort der Kinderkrippe endgültig fest. Sondern das Gremium entschied sich mit der denkbar knappen Mehrheit von 7:6 Stimmen auch für den Architekten-Vorschlag von Christian Neuert, einen von ursprünglich vier Entwürfen. Neuert ist CSU-Mitglied im Gemeinderat, nahm aber genauso wie Diplom-Ingenieur Udo Metzler (Parteifreie Wähler, PW), von dem als Ratsmitglied ein weiteres Konzept stammte, weder an der Beratung noch an der Abstimmung teil. Bürgermeister Otto Steiger konnte seinen Favoriten nicht durchbringen, das Konzept des Sonthofer Planungsbüros Fischer und Gibbesch.

Unter den Frühstartern

Wie berichtet, hatte der Gemeinderat im Dezember vier Vorschläge zur Kenntnis genommen, wie der von der Bundesregierung bis 2013 bundesweit versprochene Unterbringungsplatz von Kindern bis zu drei Jahren auf lokaler Ebene umgesetzt werden kann. Zwar gibt es im Oberallgäu bereits mehrere Kinderkrippen. Doch Blaichach wäre immer noch bei den Frühstartern. Dadurch hofft man, schnellstmöglich an die versprochene staatliche Förderung heranzukommen.

Margarita Miller und Christian Matzeck (beide SPD) warnten stellvertretend für die Mehrheit im Rat davor, die Angelegenheit auf die lange Bank zu schieben. Schon für den Herbst sollte die Kinderkrippe fertig sein. Und dies gehe nur am Standort St. Magnus. Parallel dazu könne man immer noch für eine zweite oder dritte Gruppe bei St. Martin planen, schlugen sie vor.

Anders Christian Pöppel (Freie Wähler) und Harald Seelos (PW). Doch wie diese beiden unterlagen zwei weitere Ratsmitglieder damit, erst einmal den Entscheidungsdruck herauszunehmen und statt dessen den anderen Kindergarten St. Martin mit einem Anbau zu versehen.

SPD auf Seiten der CSU

Damit waren die Geburtswehen noch nicht beendet. Jetzt ging es darum, welcher Vorschlag der beste ist. Rathauschef Steiger hatte alles auf Vor- und Nachteile abgeklopft. Für ihn stellte sich die Sonthofer Variante als geeignet heraus, zumal Architekt Neuert die Staatsförderung falsch berechnet habe. Doch für den CSU-Rat warf sich die SPD-Fraktion in die Bresche. Neuert soll nun alles neu berechnen. Vielleicht kommt die Kommune bei Kosten von 320000 Euro für die Baby-Kita ja doch mit der Hälfte als Anteil hin.


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