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Allgäuer Zeitung

Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
14.02.2009

Schließt Stadt den Hofgarten im März?

Brandschutzexperten halten heuer weitere Investitionen von über einer halben Million Euro in den Hofgarten für notwendig - selbst für eine Übergangszeit bis zu einer endgültigen Entscheidung über die Zukunft der Halle. Sonst müsse man sie schließen. Zudem bleibe ein weiteres, unklares Kostenrisiko. Diese Position bestätigte der von der Stadt beauftragte Brandschutz-Sachverständige Dieter Krebs, begleitet von zwei weiteren Fachleuten, im Stadtrat. Vorausgegangen war eine zweieinhalbstündige, unruhige Sitzung, in der vor allem Fragen offen blieben.

Vor wenigen Wochen hatte der Rat beschlossen, Gespräche mit dem Ziel eines privaten Investorenprojekts zu führen. Falls dies bis Ende des Jahres ergebnislos bleibt, will man über eine Generalsanierung der Halle entscheiden. Damals sei man davon ausgegangen, dass mit den bereits für Sofortmaßnahmen investierten 180000 Euro die Halle jedenfalls für diese Übergangszeit genutzt werden könne, erklärte Vize-Bürgermeister Thomas Wurmbäck. Auf weitere Kostenrisiken sei hingewiesen worden, erwiderte Bürgermeister Armin Schaupp.

Am Donnerstagabend ergab sich jedenfalls ein neues Bild: Auf der Basis von Mindestforderungen der Brandschutzfachleute präsentierte Bauamtschefin Julia Jedelhauser dem Rat drei «Szenarien»: Für maximal fünf Jahre ein Weiterbetrieb mit einer stationären Brandschutzanlage - das selbe mit einer mobilen Anlage und Feuerwehr-Streifen - oder eine Schließung bereits im März.

Dies wäre nach einer Kostenschätzung mit 0,4 Mio. Euro natürlich am billigsten. Für die anderen Alternativen kommt die Stadtverwaltung jeweils auf Kosten von insgesamt rund 1,4 Mio. Euro. Ohne genaue Gebäudeanalyse sei aber nicht zu sagen, ob das reicht. Unter anderem ist unklar, welche Kosten eine Ertüchtigung der Lüftungsanlage bringt, für das Leitungsnetz liegen keine brauchbaren Pläne vor ...

Wiederholt verlangten Ratsmitglieder klare Daten und Zahlen. Mehrfach gestellten Fragen, ob die nun geforderten Maßnahmen ausreichen, um die Halle für fünf Jahre oder wenigstens bis Ende 2009 nutzen zu können, wich Experte Krebs aus.

Entschieden hat der Rat nichts, erst will man sich in den Fraktionen besprechen. Die Stadtverwaltung hat indes am Freitag begonnen, bei Veranstaltern abzufragen, welche Schadensersatzforderungen bei einer sofortigen Schließung auf die Stadt zukämen.

Alleine die Kulturgemeinschaft Oberallgäu geht dabei von einem «rein monetären Schaden in sechsstelliger Höhe» aus. Das Programm für die nächste Saison sei «fix und fertig», erklärt Vorsitzender Alfons Zeller - nachdem die Stadt «verbindlich mitgeteilt hat, dass wir den Hofgarten bis Mitte 2010 benutzen dürfen.» Auch der Organisator des Immenstädter Sommers, Albert Seitz, sieht ein «Riesenproblem»: «Wir haben in gutem Glauben ein Programm für 2009 gemacht. Der Bürgermeister hatte mir persönlich versichert, dass die Halle bis 2010 genutzt werden kann. Ich bin maßlos enttäuscht.»


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