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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 18. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
20.02.2009

CSU-Kreisrätin Susanne Steinhilber wechselt zu den Grünen

Eine eigene Mehrheit im Oberallgäuer Kreistag hatte die CSU zwar eh nicht, aber nun wird es noch enger: Susanne Steinhilber - langjährige CSU-Kreisrätin, frühere Stellvertreterin des Landrats und ehemalige CSU-Stadträtin in Sonthofen - wechselt zu den Grünen. Politische Gründe seien ausschlaggebend gewesen, erklärt die Sonthoferin dazu.

Bei der Kreistagswahl vor knapp einem Jahr hatte Steinhilber über 29000 Wählerstimmen erhalten und mit Listenplatz 10 das zwölftbeste Ergebnis ihrer Partei erzielt. Nun möchte die Kommunalpolitikerin - sie ist auch Mitglied im Bund Naturschutz - Umweltschutzthemen ein deutlicheres Gewicht verleihen.

«Da ist sie bei uns genau richtig», freuen sich die Grünen. Deren Fraktionsvorsitzende Ulrike Hitzler blickt optimistisch in die Zukunft: «Meine Zeit im Kreistag begann 1996 in einer Fünfer-Fraktion; jetzt sind wir doppelt so groß.» 71 Sitze hat der Oberallgäuer Kreistag inklusive Landrat. Davon gehörten bisher 33 der CSU.

Drei Sitze hat die parteinahe «Liste Junges Oberallgäu», deren Spitzenkandidaten die CSU-Vize-Bürgermeister Thomas Wurmbäck (Immenstadt) und Harald Voigt (Sonthofen) sind.

Doch selbst wenn der Juniorpartner, der mit der CSU bei der Wahl eine Listenverbindung hatte, mitspielt, könnte die CSU bei Abstimmungen im Kreistag nichts mehr durchdrücken: Denn die anderen Parteien haben jetzt 36 Stimmen, CSU und Liste Junges Oberallgäu zusammen nur 35.

Doch das ist nur Theorie: Die Kreisräte könnten eh frei entscheiden, wie sie abstimmen, sagt Landrat und CSU-Kreisvorsitzender Gebhard Kaiser. Auch Steinhilber habe schon anders abgestimmt. Er bedauert ihren Parteiaustritt und Fraktionswechsel, sieht aber keine Auswirkung auf die Arbeit im Oberallgäuer Kreistag. «Bei uns läufts sachorientiert. Wir sind nicht in Immenstadt, wo man 13:12 abstimmt.»

Auch CSU-Fraktionschef Alfons Hörmann bedauert Steinhilbers Entscheidung: «Wir haben das kurz im Fraktionsvorstand besprochen. Wenn jemand eine persönliche Lebensentscheidung getroffen hat, ist das zu akzeptieren.»

Auf die Verhältnisse in den einzelnen Ausschüssen hat der Wechsel keine Auswirkungen. «Da bleibt die Sitzverteilung gleich», sagt Landratsamt-Sprecherin Brigitte Klöpf. Grüne und CSU müssen nur jeweils intern neu verteilen.


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