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Allgäuer Zeitung

Montag, 16. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
25.02.2009

Sicherer Ritt auf dem Geländer

Die Fahrer sind dick vermummt, stehen geduckt auf ihren Boards, während sie den Abhang hinunter fahren. Sie sliden, grinden, shredden über Obstacles, schießen über Rails und Kicks. Wer jetzt nur Bahnhof versteht, war noch nie im Funpark Crystal Ground in Riezlern, in dem man mit Snowboard oder Skiern über spezielle Hindernisse fahren kann - Englischkenntnisse für die Aussprache der Namen vorausgesetzt.

Jeden Tag wird präpariert

Der Crystal Ground ist ein Tal-Park, das heißt, man braucht keine Liftkarte, um sich an den Hindernissen, den so genannten «Obstacles», zu versuchen. Direkt am Park liegt der kleine Kesslerlift, mit dem man direkt zum Start fahren kann. Drei fest angestellte «Parkshaper» kümmern sich um die 13 Obstacles, die sie jeden Tag präparieren («shapen») und auch mitkonzipiert haben. Neu dazu gekommen ist in diesem Jahr der «Wood-Ground», eine Art kleiner Park im Wald neben dem Lift, der komplett aus Holz gebaut ist.

Es ist die vierte Saison, in der Snowboarder und Skifahrer ihre Geschicklichkeit im Funpark testen können. Rund ein Jahr planten Marco Heim und Josef Gruber, die Inhaber der Agentur «Style and Sport», den Park. Den Fellhornpark gab es damals bereits, aber im Kleinwalsertal mangelte es an Angeboten speziell für die Jugend. «Das hat sich extrem entwickelt, seit es den Crystal Ground gibt», erzählt Steffen Breitschopf. Der 30-Jährige studiert Sportmanagement in Braunschweig und absolviert bei «Style and Spor» sein Praxissemester. Mittlerweile werden im Park für Jugendliche auch meist einwöchige Camps veranstaltet, bei denen professionelle Trainer den Teilnehmern Tipps geben. Schon am Wochenende findet das nächste Camp speziell für Mädchen statt: «Girls Rock the Park» heißt die Veranstaltung.

Mädchen trauten sich ohnehin immer mehr in den Park, sagt Breitschopf, die richtig guten kommen größtenteils aus der Umgebung. Allgemein seien es relativ viele «Homies», also Einheimische, aber auch viele Touristen. «Von sieben bis 45 ist eigentlich alles dabei», schätzt Breitschopf. Hauptsächlich seien es aber Jüngere, die den Park nutzen. In letzter Zeit kämen mehr Skifahrer als früher, weil die «Twin-Tip-Skier» gerade in Mode sind: Vorne und hinten abgerundet und kürzer als herkömmliche Ski sind sie für Funparks besonders geeignet. «Man will schon als Kind cool sein», meint Breitschopf lächelnd, «Also müssen es schon Twin-Tip-Skier sein.» Das Verhältnis zwischen Ski- und Snowboardfahrern sei aber ausgeglichen.

Mit dem Fellhornpark und Crystal Ground liegen zwei Funparks relativ nah beieinander. Probleme gibt das aber keine, erklärt Breitschopf: Im Crystal Ground gebe es viele «Rails» (Schienen oder Geländer), während im Fellhornpark mehr Sprünge aufgebaut seien. So komme man sich nicht in die Quere. Großes Augenmerk wird im Crystal Ground auf Sicherheit gelegt. Die Obstacles sind TÜV-geprüft.


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