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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
28.02.2009

Medaillen-Träume sollen wahr werden

Christina Geiger und Nicola Schmid vom SC Oberstdorf haben sich hohe Ziele gesteckt. Bei der alpinen Ski-WM der Junioren, die an diesem Wochenende in Garmisch-Partenkirchen beginnt, wollen die beiden Oberallgäuerinnen bei der Vergabe der Medaillen dabei sein.

Jahrelanges hartes Training, die Reise von Rennen zu Rennen und die volle Konzentration auf den Ski-Sport sollen sich nun auszahlen. Für Nicola Schmid wäre es ein zufriedenstellendes Ergebnis unter die ersten zehn zu kommen. Wenns gut geht auch unter die ersten fünf, sagt die 18-Jährige aus Bad Hindelang. Christina Geiger setzt dagegen auf ihre Paradedisziplin Slalom und hofft auf eine Medaille. Siege im Europacup in dieser Saison oder der 15. Platz von Christina Geiger im Slalom-Weltcup in Zagreb Anfang des Jahres zeigen, dass diese Ziele zu realisieren sind.

Im Weltcup etablieren

Aber auch die Erwartungen für die nächsten Jahre stehen schon fest. Wenns gut läuft, wäre ein Start bei den Olympischen Spielen in Vancouver im Februar 2010 möglich. Vor allem aber wollen sich die beiden im Weltcup etablieren.

Umfangreiches und stetes Training soll die beiden Oberallgäuerinnen näher an ihre Ziele bringen. Sobald die Lifte öffnen, stehen sie auf der Piste und bereiten sich auf die Wettkämpfe vor. Sie schwingen sich auch immer wieder aufs Fahrrad und stärken beim Krafttraining die Muskeln.

Aufgrund der vielen Trainingseinheiten und regelmäßigen Reisen zu den Wettkämpfen haben sich beide Skitalente für eine spezielle (Schul-)Ausbildung entschieden. Nicola Schmid besucht das Sport-Internat der Christophorus-Schule in Berchtesgaden und lobt die perfekte Unterstützung und die optimale Terminplanung.

Die hohe Anzahl an Fehlstunden sind dort kein Problem. Der Stoff wird ihr an die Wettkampforte gefaxt und verpasste Klausuren kann sie in den Ferien oder am Wochenende nachholen.

Christina Geiger hingegen hat ihre Schulzeit schon hinter sich und nutzt die umfangreiche Unterstützung in der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Dort muss die Oberstdorferin im April und Mai anwesend sein, den Rest des Jahres kann sie dem Skisport widmen und das Training auf die Saison abstimmen.

Die Anstrengungen und die hohe Anzahl der Rennen sind für die beiden Skifahrerinnen dennoch lohnenswert. Immer wieder neue Leute kennenlernen, jeden Tag etwas erleben, nicht daheim «rumzuhocken» und natürlich der Spaß am Skifahren machen laut Nicola Schmid die Nachteile mehr als wett. Ihre Teamkollegin freut die Tatsache, viel von der Welt zu sehen und in viele Länder reisen zu können.

Beide kennen aber auch die Schattenseiten des Sports. «Wenns mal überhaupt nicht klappt, ärgern wir uns. Aber gute Ergebnisse und die schönen Momente entschädigen immer wieder», sind sich die beiden Skitalente einig. Christina Geiger ist froh, dass sie keinen Schulstress mehr hat. Seit sie der Sportfördergruppe der Bundeswehr angehört, sei dieser Druck verschwunden.

Während die beiden SCO-Läuferinnen bei den Juniorinnen um die vorderen Plätze mitfahren, ist der Unterschied zu den Top-Athletinnen trotz der Erfolge in dieser Saison noch groß. Zwar können sie mit einem perfekten Lauf ihre Können zeigen, die nötige Erfahrung fehle aber noch, um im Weltcup unter den besten zehn zu landen. Auch an den medialen Rummel müssen sich die beiden noch gewöhnen.

Vor allem die Technik verbessern

Christina Geiger möchte ihre Leistungen zwar in allen Disziplinen steigern, sieht ihre Stärken mehr im Riesenslalom und Slalom als in den Speeddisziplinen Abfahrt und Super G. Konzentrieren möchte sie sich dabei vor allem auf eine bessere Technik.

Auch Nicola Schmid hat große Ambitionen. Eine Verletzung an der Hand macht einen Slalom-Start zwar momentan nicht möglich, in Zukunft möchte sie aber auch diese Disziplin wieder in Angriff nehmen. Man hört nie auf, an sich zu arbeiten, sagt die Bad Hindelangerin.

Bei der Junioren-WM in Garmisch startet mit Stefan Luitz vom SC Bolsterlang ein weiterer Rennläufer aus dem südlichen Oberallgäu (wir berichteten).



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