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Allgäuer Zeitung

Montag, 16. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
10.03.2009

Versöhnt nach einer verpatzten Spielzeit

Nach der Schlusssirene gab es kein Halten mehr. Als hätten sie gerade die Meisterschaft gewonnen, stürmten Spieler und Fans des ERC Sonthofen auf die Eisfläche der heimischen Halle. Mit einem beeindruckenden Kraftakt hatte die Mannschaft vor 700 Fans ein schon verloren geglaubtes Spiel noch gedreht und den direkten Abstieg gegen den ESV Königsbrunn abgewendet (wir berichteten).

«Der Sieg war wichtig für jeden Einzelnen im Verein», sagt Michael Grimm, der mit seinen zwei Treffern im Schlussdrittel den 7:5-Heimsieg gegen Königsbrunn perfekt machte. «Das war eine wahnsinnig enge Partie», urteilt Grimm. «Die Mannschaft hat gekämpft und gezeigt, was sie leisten kann.»

«Diesen Sieg waren wir unseren Fans schuldig, die so viel leiden mussten in dieser Saison», sagte ERC-Vorstand Mike Henkel. «Wir haben in diesem Spiel endlich mal wieder den Einsatz und Kampf gesehen, für den der ERC bekannt war.»

Erleichtert, aber dennoch kritisch fiel das Fazit des Sonthofer Trainers

Christoph Hadraschek nach der Partie aus: «Gott sei Dank haben wir das Spiel noch drehen können. Es war alles andere als gut, wie wir anfangs aufgetreten sind. Das erste Drittel haben wir taktisch komplett verschlafen», zürnte der Trainer über den 1:4-Rückstand. «Wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben und da musste ich was machen.» Im letzten Drittel habe der Trainer dann nur noch zwei Reihen zum Einsatz gebracht. «Ich habe nur noch die Spieler eingesetzt, die Herz und Charakter gezeigt haben», so Hadraschek. Der Trainer zeigte sich sichtlich erleichtert, den direkten Abstieg abgewendet zu haben. Er sei in den vergangenen Wochen um etliche Jahre gealtert, sagte Hadraschek, der den Trainerjob von Sergejs Boldavesko übernommen hatte. «Die Jahre kann ich gar nicht mehr zählen. Ich könnte aber morgen meine Rente einreichen.»

«Die Saison ist überhaupt nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben», sagte Vorstand Mike Henkel. Man habe aber die Lehren aus den Fehlern der Vergangenheit gezogen: «Es werden in Zukunft nur noch diejenigen für uns auf dem Eis stehen, die wirklich wollen», sagte Henkel. «Ist das nicht der Fall, werden wir uns von dem Spieler trennen. Wir hoffen uns gut aus dieser Saison verabschieden zu können, um im nächsten Jahr wieder voll anzugreifen.» Davor muss der ERC Sonthofen noch eine weitere Entscheidung ausspielen. Nachdem der direkte Abstieg vermieden wurde, treffen sich die beiden Sieger der Abstiegspartien und spielen den 13. Tabellenplatz aus. Dieser gibt endgültige Sicherheit, während der 14. Platz noch den Abstieg bedeuten könnte, wenn eine Mannschaft absteigt, aber keine Mannschaft in die Oberliga aufsteigen will.

«Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir noch absteigen, aber erst nach einem Sieg können wir endgültig sicher sein», erklärte Henkel.

Eine weitere gute Nachricht gab es für die Fans des ERC auf der Siegesfeier nach dem Heimsieg: Die Hauptsponsoren des Vereins bleiben im Boot. Die Firmen «Seitz Consulting» und «Debeo» sagten ihr Engagement auch für die kommende Saison zu.

Platzierungsspiele: Wann und wo die letzten Spiele stattfinden, wird rechtzeitig in unserer Zeitung bekanntgegeben.



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