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Allgäuer Zeitung

Donnerstag, 12. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
23.04.2009

«Wir verlassen uns nicht auf irgendwelche Rechnereien»

Roland Merkle (Dietmannsried), der Frauenspielwart im Süddeutschen Handball-Verband, hatte die Ehre, die angenehme Mitteilung zu machen: Die Frauen der SG Waltenhofen/Kottern dürfen im Kampf gegen den Abstieg aus der Bayernliga zwei Spieltage vor Saisonende die Beine schon mal ganz entspannt hochlegen. Sie können rein rechnerisch nicht mehr absteigen. «Das steht wegen der Konstellation in der Regionalliga und 2. Liga fest», so Merkle (55).

Die Rechnung, so Merkle, lautet folgendermaßen: Da aus der 2. Liga kein Team in die Regionalliga und aus der Regionalliga kein Team in die Bayernliga absteigt, gibt es in dieser Saison nur zwei statt drei Absteiger aus der Bayernliga. Und die stehen mit dem TV Weidhausen (14. Platz/6:40 Punkte) und Tuspo Heroldsberg (13./9:39) bereits fest. Die SG (13:35) könnte von Heroldsberg nach Punkten zwar noch eingeholt werden. Das Team von Trainer Sylvester Greiter (35) aber ist im direkten Vergleich besser; und der zählt bei Punktgleichstand.

«Wir wollen Zehnter werden»

Nun ist Greiter aber schon lange im Geschäft. Er hat einiges erlebt und traut so manchem Braten nicht. So ist es eher kein Wunder, wenn er sagt: «Wir verlassen uns nicht auf irgendwelche Rechnereien. Wir wollen die letzten zwei Spiele gewinnen und Zehnter werden.»

An Merkles Rechnung hegt er freilich keine Zweifel. Dennoch geht er lieber auf Nummer sicher. Mit Siegen in den zwei letzten Spielen am Samstag gegen HC Sulzbach (10. /14:34) und dann noch gegen den TSV Vaterstetten wäre die SG auf alle Fälle aus dem Schneider, auch wenn sich bei Merkles Rechnung noch etwas tun sollte - was allerdings nicht zu erwarten ist. Somit scheint diese Saison für Greiter und Co. ein gutes Ende zu nehmen. Als er im Winter sein Amt antrat, war die SG noch Vorletzter. Greiter: «Klar ist es schön, dass wir nicht absteigen.

Aber schöner wäre es gewesen, wir hätten es am letzten Spieltag geschafft und wären danach zum Feiern gegangen. So haben wir es am Telefon erfahren.» Scheinbar reizt den Mann der Nervenkitzel!


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