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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 18. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
08.05.2009

Bergwald-Offensive nimmt jetzt konkrete Formen an

Die im Herbst 2008 ausgerufene Bergwald-Offensive nimmt jetzt im Allgäu ganz konkrete Formen an. Eines der acht schnell machbaren Projekte entfällt auf die Forstbestände links und rechts des Schwarzenbaches in der Gemeinde Blaichach. Der Gemeinderat pflichtete in seiner jüngsten Sitzung einer Initiative des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Aelf) einstimmig bei. «Es muss schnell gehen», machte Bürgermeister Otto Steiger Dampf wegen der geplanten Frischzellenkur.

Beim Hochwasser 2005, als die Schutzwälder am Schwarzenbach das Wasser nicht mehr halten konnten, war Blaichach «nur mit zwei blauen Augen» einer Katastrophe entgangen. So schilderte es in der Ratssitzung Peter Titzler von der Aelf-Außenstelle Immenstadt. Titzler stellte die Bergwald-Offensive, für die allgäuweit 7,5 Millionen Euro bereitstehen, in der Zusammenkunft des Kommunalparlaments vor. Gemeinsam mit dem lokalen Förster Andreas Fisel legte er dar, worauf es zwischen Blaichach und Gunzesried ankommt.

77 Hektar am Schwarzenbach

Auf einer Fläche von 77 Hektar, wo sich 35 private Waldbesitzer und die Kommune die Forstbestände teilen, sollen kompakt bis 2011 überalterte Baumbestände ausgelichtet und durch die Aufzucht eines jungen gesunden Bergmischwalds ersetzt werden. Statt reinen Fichten-Monokulturen Bergahorn, Buchen, Fichten und Tannen im Wechsel. «Wir brauchen gesunde und funktionsfähige Bergmischwälder. Nur das garantiert Schutz vor Muren und Lawinen», machte Titzler klar.

Über die Köpfe der privaten Waldeigentümer werde nicht hinweg entschieden, versicherten die Forstleute. Alle Maßnahmen, auch Erschließungswege, sollen einvernehmlich verabredet werden. Schon bald ist in Blaichach eine Aufklärungsversammlung vorgesehen.

Titzler und Revierförster Fisel verdeutlichten, dass keine Zwangsbeteiligung verlangt sei, andererseits aber die Teilnehmer an der Bergwald-Offensive auf Beratung und Fördergelder setzen dürften. Durch zusätzlichen Holzeinschlag lasse sich überdies gutes Geld verdienen, lautet ein ködernder Hinweis.

Im vergangenen Jahr hatte auch der Waldbesitzer Gemeinde gutes Geld mit seinem Wald verdient, wie als Ergebnis des Forstbetriebs 2008 offengelegt wurde.


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