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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
19.05.2009

«Die Gier nach Geld war schon immer ein Thema»

«Verfall ist keine Schande, wenn er so gut aussieht, wenn er so frisch klingt, wie bei Hiss», heißt es im aktuellen Pressetext der 1995 gegründeten Band. Mit ihrer neuen CD «Zeugen des Verfalls» machen «Hiss» uns zu Ohrenzeugen einer wilden Fahrt vom Mississippi-Delta zu den Karpaten, von der Donau in die Sierra Madre. Balkan-Blues und Texas-Tango, Quetschen-Ska, Ethno-Swing und Fast-Folk, fremde und vertraute Klänge bilden die musikalische Grundlage für ihre Geschichten über die großen Themen Liebe, Leid und Lebenslust. Jetzt kommt «Hiss» nach Immenstadt und stellt sein Repertoire zwischen Rock und Polka im Jugendhaus «Rainbow» vor. Stefan Nowicki sprach mit dem Bandleader Stefan Hiss über das Erfolgsrezept der Band.

Herr Hiss, Mitte der Neunziger Jahre gelang Hiss mit der «Negerpolka» ein erster großer Wurf. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Stefan Hiss: Erfolg ist ja relativ. Wenn man auf die Chartführer schaut, ist der unsrige ja recht bescheiden. Doch jede Musik und jeder Text findet sein Publikum. Ein weiterer Aspekt ist natürlich der Fleiß, also häufige Auftritte und viel Arbeit.

Mittlerweile haben Sie sechs Alben eingespielt, und Ihre Musik bewegt sich zwischen Rock-, Ethnofolk- und Tanzmusik. Wie passt das zusammen?

Stefan Hiss: Ethnische Klänge sind ja in der Regel Tanzmusiken. Mit der Ausweitung zum E-Rock bedienen wir zwar eine recht große Bandbreite, aber wir sind kein Gemischtwarenladen.

2005 drehten Sie den Film «Zur Sonne». Ist es richtig, wenn ich sage, spätestens seither ist Hiss Kult?

Stefan Hiss: Ich weiß nicht, ob es am Film liegt. Ich habe eher den Eindruck, dass wir mit der letzten CD einen Sprung gemacht haben.

Was, glauben Sie, begeistert die Jugendlichen so an Ihrem Stil?

Stefan Hiss: Auch wenn wir selbst es nicht mehr sind, wir wirken wohl recht jugendlich. Außerdem gibt es ein wachsendes Interesse an Ethno-Musik gerade aus dem Bereich des Balkans.

Ihre Musik ist immer auch mit zeitkritischen Texten versehen. Werden Sie auch die internationale Krisenwirtschaft anprangern?

Stefan Hiss: Das haben wir ja bereits gemacht, da gab es noch gar nicht die Krise. Die Gier nach Wachstum und Geld war schon immer auch Thema. Bei zukünftigen Ideen und Projekten könnte etwas vom derzeitigen Geschehen durchaus einfließen.

Konzert: «Hiss» spielen am Mittwoch, 20. Mai, im Immenstädter Jugendhaus «Rainbow». Einlass 19.30 Uhr. Beginn gegen 21 Uhr.


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