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Allgäuer Zeitung

Samstag, 14. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
23.05.2009

Neue Mischform weder für OTG noch für Kurbetriebe optimal

Der Oberstdorfer Gemeinderat hat es abgelehnt, sämtliche touristische Kernaufgaben als «Gesamtpaket» von der Oberstdorfer Tourismus GmbH (OTG) zurück zu den Kurbetrieben zu verlagern. Lediglich konnte sich das Gremium einigen, einzelne Geschäftsfelder zusammenzulegen.

Das Rathaus hatte den Vorschlag zur Rückübertragung ausgearbeitet, um klare Strukturen zu schaffen und Kosten zu sparen. Erhofft hatte sich die Verwaltung ein Einsparpotenzial bis zu 150000 Euro. OTG-Geschäftsführer Hans-Walter Burger indes hatte einen Gegenvorschlag vorgelegt, der eine neue Aufteilung der einzelnen Aufgaben zwischen OTG und Kurbetrieben vorsah. Seine Argumente pro Gesellschaft: Sie sei flexibler und beweglicher.

Gegen das Gesamtpaket des Rathauses stimmte der Gemeinderat letztlich knapp, weil die Mehrheit keinen Personalabbau unterstützen wollte - im Personalbereich aber die massivsten Einsparungen möglich gewesen wären.

Mit der neuen Mischform allerdings ist man nun weder in Rathaus und Kurbetrieben, noch bei der OTG zufrieden. Deren Geschäftsführer Hans-Walter Burger ist vor allem enttäuscht, dass der Bereich Tagungen zurück an die Kurbetriebe fällt. «Die OTG muss nun schauen, wie das Geschäftsfeld Oberstdorf Haus wirtschaftlich betrieben werden kann - das wird äußerst schwierig», so Burger. Die OTG müsse sich touristisch neu ausrichten.

Tourismusdirektor Bertram Pobatschnig kritisiert hingegen: Weiter werde es Überschneidungen geben. Auch wie viel Kostenersparnis die Mischform bringen wird, sei offen - jetzt müsse mit der OTG verhandelt werden. «Wir müssen schauen, wie wir Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der OTG optimieren können», betont Pobatschnig zudem. Wichtig sei mehr Kostentransparenz.

Hintergrund: In der GmbH-Satzung ist ein Passus verankert, dass GmbH-Defizite, die aus Geschäftsfeldern rühren, die die OTG für den Markt bearbeitet, von der Gemeinde ausgeglichen werden. «Wir wollen wissen, welches Geld wofür ausgegeben wird», sagt Rathaussprecher Wolfgang Ländle.

OTG-Chef Burger zeigt sich hier gegenüber der Zeitung offen: «Wir werden die weitere Zusammenarbeit natürlich in vollkommener Abstimmung mit dem Rathaus angehen.»


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