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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
08.06.2009

Testphase für Tempo 30 in Wertach

Im gesamten Wertacher Ortskern soll noch im Juni der Verkehr beruhigt werden. Dann gilt Tempo 30 und die Regelung «rechts vor links». Das Außergewöhnliche: Es gibt zunächst eine Art Testphase, in der die neue Verkehrssituation ausprobiert und geprüft werden soll. Das geschieht mithilfe mobiler Maßnahmen, die problemlos wieder entfernt werden können. Der Gemeinderat stimmte dem Konzept einstimmig zu.

Wie Bürgermeister Eberhard Jehle schilderte, hatte der Bürger-Arbeitskreis «Verkehr und Gestaltung» den Vorschlag erarbeitet, den Ortskern zu beruhigen. Weil man dieses Projekt nicht gleich mit baulichen (und damit teuren) Maßnahmen angehen wolle, habe man sich nun überlegt, ein mobiles Verkehrskonzept zu erstellen. «So können wir probieren, ob es Sinn macht oder nicht», erklärte Jehle. Erst nach der Testphase will man im Rahmen der Städtebauförderung mit Baumaßnahmen beginnen.

Dass letztendlich Schilder nicht ausreichen, um den Verkehr dauerhaft zu beruhigen, untermalte der Bürgermeister mithilfe einer Studie der Uni Regensburg. Diese habe ergeben, dass Schilder schnell ihre Wirksamkeit verlieren. Es müsse also eine durchgehende bauliche Gestaltung geben, damit sich die Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsbeschränkung halten.

Vorgesehen ist jeweils eine Einengung der Fahrbahn an den Straßen, die ins Ortszentrum führen - einseitig und beidseitig. Der Bürgermeister stellt sich vor, bepflanzte Holzinseln von rund 80 Zentimetern Breite aufzustellen. Das sei kostengünstig und passe gut ins Ortsbild. Die Testphase soll etwa bis Oktober dauern, dann will Jehle im Rahmen eines Bürgerforums die Ergebnisse besprechen.

Der Gemeinderat zeigte sich durchwegs angetan von der Idee, zunächst mobile Maßnahmen aufzustellen. Dass der Verkehr beruhigt werden muss, stand nicht zur Debatte - denn die Forderung des Bürger-Arbeitskreises wurde von den Räten akzeptiert. «Wir haben entschieden, dass wir den Bürger einbeziehen, also machen wird das auch», sagte etwa Herbert Haug (CSU).

Bedenken äußerte Norbert Gebhard (FW) in Bezug auf die Landwirte: Durch die Fahrbahnverengungen würden sie mit ihren großen Traktoren nur schwer durchkommen. «Das stößt bestimmt nicht auf Wohlwollen», so Gebhard. Leopold Herz (FW) befürchtete ein erhöhtes Unfallrisiko durch die Verengungen. Allerdings betonte Jehle, dass eine Durchgangsbreite von mindestens 4,10 Metern eingehalten werden müsse.



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