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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
20.06.2009

Brücke ist weiter auf Stütze angewiesen

Die Brücke der B 19 neu südlich von Martinszell (Thanners) steht schon seit vielen Monaten. Aber immer noch mit unterstützenden Hilfspfeilern. Wie im Februar bereits berichtet, gab es Probleme bei den Beton-Bauarbeiten. Faustdicke Stahlseile, die der Brücke über die Iller Spannkraft verleihen, konnten nicht mehr in die Tragekonstruktion auf rund 20 Metern Höhe eingearbeitet werden. Die Folge: Die zuständige Baufirma mit Sitz in Mindelheim musste den Fehler ausmerzen.

«Das kostete viel Zeit»

Eines der neun Brückensegmente musste neu bearbeitet werden. «Das war eine Riesengeschichte und kostete viel Zeit,» macht Bruno Fischle, Leiter des Staatlichen Bauamts in Kempten klar. Vor einer Woche seien die Ausbesserungsarbeiten großteils abgeschlossen worden. Jetzt müsse der neu eingearbeitete Beton noch rund drei Wochen aushärten. Fischle zeigt sich zuversichtlich: «Wir sind auf dem richtigen Weg. Das läuft.» Am 17. September sollen die verbleibenden sechs Kilometer der B 19 neu zwischen Martinszell und Immenstadt für den Verkehr freigegeben werden. Der Leiter des Staatlichen Bauamts hofft auf eine «Punktlandung».

Wenn die eingearbeiteten Stahlseile sitzen, dann werden sie durch ihre Zugkraft die Brücke minimal nach oben heben. «Wegen des Eigengewichts von 6000 Tonnen und um die Verkehrsbelastung abzufangen, braucht es eine gewisse Überdehnung der Brücke», beschreibt Fischle. Er rechnet damit, dass das 255 Meter lange Bauwerk Ende August steht - ohne unterstützende Hilfspfeiler.

Der Bauschaden passierte übrigens unter den zwei Fahrstreifen in Richtung Süden (in der Bodenplatte eines Überbau-Hohlkastens). Die anderen beiden Spuren werden von einer eigenen Konstruktion getragen. Der weitere Straßenbau der B19 neu mit Erd-, Entwässerungs- und Asphaltarbeiten laufe fahrplanmäßig.

Zum Schluss müssten noch Schutzplanken angebracht, Markierungen aufgetragen und Verkehrszeichen angeschraubt werden. Die Asphaltierungsarbeiten seien zum größten Teil abgeschlossen.


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