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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 18. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
04.08.2009

Ein Haus, das Alt und Neu verbindet

In ökumenischer Verbundenheit haben am Sonntag die beiden Oberstaufner Pfarrer das neue katholische Pfarrheim eingeweiht. Wie berichtet, hatten die Staufner gleich mehrere Feierlichkeiten zusammen gelegt und in diesem Rahmen auch das Gebäude gegenüber der Pfarrkirche St. Peter und Paul der Öffentlichkeit vorgestellt.


Das Pfarrheim, sagte der katholische Pfarrer Dr. Johannes Netzer,
sei nicht nur ein Haus aus Stein, sondern bestehe aus lebendigen
Gliedern und lebendigen Bausteinen - nämlich den Menschen,
die darin zusammen kommen. Das Pfarrheim wurde sogar bereits mit
Leben gefüllt: Sitzungen, verschiedene Treffen und
Vorträge haben schon darin statt gefunden. Der evangelische
Pfarrer Frank Wagner, der den gemeinsamen Segen für das
Pfarrheim und die neue Ortsdurchfahrt sprach, wünschte sich,
dass «alles so benutzt wird, dass es zum Segen werden
kann». Zum Segen werde das neue Pfarrheim dann, wenn darin
Begegnungen statt finden können und gegenseitige Achtung und
Rücksichtnahme herrschen.



Vor etwa einem Jahr hatte man begonnen, das ehemalige Kaplanhaus
umzubauen. Wie Architekt Rainer Lindermayr den Festbesuchern
erklärte, habe man Wert darauf gelegt, eine Verbindung von
Alt und Neu zu schaffen. Das Pfarrheim sollte zum einen den
Anforderungen eines modernen Treffpunkts gerecht werden und zum
anderen wollte man traditionelle Baukunst erhalten. Die
historische Fassade als verbliebener Rest des Denkmals sei
gestärkt worden, sagte der Architekt. Das Zusammenspiel
zwischen Alt und Neu lasse sich vor allem am Eingang erkennen:
Das große Eingansgtürenelement mit dem schlichten
Kunststeinbügel als Überdachung diene als Wegweiser ins
Gebäude und stehe in seiner modernen Ausführung im
Kontrast zum historischen Rest des Hauses.



Das Pfarrheim beherbergt nun einen Mehrzweckraum, ein Büro
der Kurseelsorge, einen Vortragsraum und verschiedene weitere
Zimmer, die unter anderem von den Ministranten genutzt werden. In
den Fluren kann der Missionskreis Waren verkaufen. Übrigens:
Es gibt nur fair gehandelten Kaffee zu trinken.



Bevor er durch alle Räume schritt und sie segnete, dankte
Pfarrer Netzer allen, die am Entstehen des neuen Pfarrheims
mitgeholfen hatten, besonders der Kirchenpflegerin Judith
Höß für ihren Einsatz.


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