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Allgäuer Anzeigeblatt

Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
19.08.2009

Wunsch: Geteertes «Gängele» und Zebrastreifen

In kleinen Ortsporträts will das Allgäuer Anzeigeblatt in den nächsten Monaten die älteren Leser zu Wort kommen lassen. Unter dem Titel «Senioren-Spaziergang» wird die Redaktion gemeinsam mit älteren Bürgern einen Ort oder Ortsteil genau unter die Lupe nehmen. Zum einen werden wir das Angebot und die Infrastruktur für Senioren hinterfragen. Zum anderen können sich unsere älteren Leser zu aktuellen Entwicklungen, Plänen oder Projekten in der Gemeinde äußern.


Wertach «Hier ist der zentrale Knotenpunkt, hier
strömt alles hin. Deshalb gehört hier ein Zebrastreifen
her», sagt Marianne Erd (69). Sie und drei weitere
Wertacher Senioren - Georg Mühlegg (82), Konrad Jörg
(64) und Xaver Kutter (66) - haben sich zum Seniorenspaziergang
mit dem Allgäuer Anzeigeblatt an der Raiffeisen-Kreuzung
getroffen. Gemeinsam will man die Straße überqueren -
doch das gestaltet sich nicht so einfach. Besonders Georg
Mühlegg tut sich schwer mit seinem Rollator. Denn erstens
kommen von allen Seiten Autos - und die Fahrer sind zum Teil
verwirrt wegen der neuen Rechts-vor-links-Regel - und zweitens
hat der Rentner Mühe, auf der anderen Straßenseite
überhaupt den Gehsteig zu erklimmen. Der Randstein ist sehr
hoch, der Fußgängerweg zudem recht schmal.
«Besonders im Winter ist hier oft schlecht
geräumt», sagt Mühlegg, der früher einmal
Chef der Sparkasse war.



Dann sei es schwierig für ihn, zum Netto-Markt zu kommen, um
einzukaufen. Sein Wunsch: Vom ehemaligen
Drei-Mühlen-Parkplatz sollte ein Fußweg zum Supermarkt
angelegt werden.



Anschließend steht ein Abstecher in der Kurpark auf dem
Programm. Die vier Wertacher sind begeistert von der schönen
Kneipp-Anlage und dem Pavillon, Marianne Erd sammelt für ein
Kompott Mirabellen vom Boden auf. Doch auch hier haben die
Senioren eine Anregung: Das sogenannte
«Gängele», das am Zuckerhaus vorbei führt,
müsste man «befestigen und wieder aufleben
lassen», wie Konrad Jörg sagt. Denn mit Rollator oder
Rollstuhl tue man sich auf dem Schotterweg schwer.



Weiter geht es zur «Mayrbäck-Kreuzung», wo
wieder reger Verkehr herrscht. Zwar sei es seit dem Bau der
Umgehung ruhiger geworden, aber trotzdem herrsche noch viel
Verkehr im Ort, sagen die Senioren. Glücklich sind sie aber
darüber, dass die schweren Laster vom Steinbruch nicht mehr
durch das Dorf fahren. Xaver Kutter findet es ärgerlich,
dass landwirtschaftliche Gefährte seit Einführung der
neuen Verkehrsregeln so oft an den Kreuzungen anhalten
müssen: «Für die Bauern wäre es besser, wenn
sie durchfahren könnten.» Deshalb wünscht er
sich, dass die Hauptstraße wieder vorfahrtsberechtigt wird.



Eines wollen die vier Wertacher bei allem aber betonen: Sie
fühlen sich wohl in Wertach und haben das Gefühl, dass
viel für sie getan wird. Der schöne Blumenschmuck an
den Häusern, der gute Zusammenhalt der Bürger, die
vielen Geschäfte im Ort und die gute Infrastruktur - all das
gefällt ihnen gut. «Egal ob ich zum Friseur oder
Doktor will - wir haben hier gar alles», freut sich Kutter.



Einziges Manko diesbezüglich laut Konrad Jörg: Es gibt
nur noch eine Autowerkstatt und keine Tankstelle mehr. Marianne
Erd mag vor allem das Freibad: Wenn das Wetter mitspielt, geht
sie jeden Tag schwimmen - und ist angetan von der neuen
seniorengerechten Treppe, die den Einstieg ins Becken
erleichtert.


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