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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 18. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
05.09.2009

Schwitzen für den perfekten Sprung

Bei sommerlichen Temperaturen ist der Gedanke an Schnee und Eis noch ganz fern. Doch viele Wintersportler erarbeiten sich jetzt die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison. In der Serie «Heiß auf den Winter» stellen wir Sportlerinnen und Sportler aus der Region vor, die sich derzeit die nötige Fitness holen.


Oberstdorf Den nächsten Winter haben die jungen
Eiskunstläufer des ECO fest im Blick. Schon seit Pfingsten
haben sie das Training bereits wieder aufgenommen und bereiten
sich intensiv auf die kommende Saison vor.



«Ohne Sommertraining geht gar nichts», sagt
ECO-Eiskunstlauf-Abteilungsleiterin und Trainerin Marie-Therese
Kreiselmeyer. «Ferien haben die Kinder bei uns an Ostern,
nach den letzten Wettkämpfen. Im Mai gehts mit Aufbau- und
Athletiktraining los und am Ende vom Sommer muss die Kür
dann perfekt funktionieren.»



Wenn die Temperaturen draußen steigen, treffen sich die
Athleten zum Konditions- oder Athletiktraining. Vor allem die
Gleichgewichtsübungen haben im Eiskunstlaufen eine besondere
Bedeutung. So trainieren die Athleten zwar auch ihre Sprungkraft,
aber auch methodische Übungen, Stretching und Ballet sind
festes Programm der Nachwuchsläufer.



Schwerpunkt des Sommertrainings ist für die
Eiskunstläufer vor allem der Aufbau und die Ausarbeitung der
Kür. «Mit dem Choreographen wird die Kür
zusammengestellt. Wir trainieren den Sommer über die
einzelnen Elemente», erzählt die 9-jährige Julia
Linckh vom ECO. Wie die anderen Sportler im Verein trainiert sie
sechs Mal pro Woche. In der Schulzeit jeweils zwei, in den Ferien
sogar drei Stunden täglich. Sprünge, Schrittfolgen und
Pirouetten sollen dabei erlernt und besonders stabilisiert
werden.



Ein weiteres Ziel des Sommertrainings ist es außerdem, sehr
gute Bedingungen für einen möglichen Klassenaufstieg zu
schaffen. «Im Eiskunstlaufen gibt es acht
Kürklassen», erklärt Julia Linckh. «Um
jeweils in die nächsthöhere Klasse zu kommen, muss man
bestimmte Sprünge und Schritte können.



» Die Nachwuchsläuferin möchte diese Saison in
die sechste Kürklasse kommen. Dafür muss sie im
entscheidenden Wettkampf den Axel gut beherrschen. Ihre
Vereinskolleginnen Samira Huskic und Melina Kuffner befinden sich
bereits in dieser Klasse und üben fleißig die
Gegenwende, eine bestimmte Schrittfolge, und den doppelten
Rittberger, um in die fünfte Kürklasse aufzusteigen.
«Im Training im Sommer klappen die Sprünge bei mir
meistens gut. Leider stürze ich dann im Wettkampf oft. Doch
wenn ich die Sprünge nicht gut schaffe, konzentriere ich
mich vielleicht bald auf den Eistanz», meint die
11-jährige Melina Kuffner. Trotz der kühlen Eishalle im
Sommer und der vielen Trainingsstunden gehen die
Nachwuchsathletinnen immer motiviert ins Training.
«Eiskunstlaufen macht sehr viel Spaß und wir gehen
immer gerne ins Training», bestätigt die
10-jährige Samira Huskic.



Oberstdorfer Eis sehr begehrt



Bei dem umfassenden Training haben die ECO-Läufer das Eis
jedoch nicht für sich allein. Der gute Ruf und die
regelmäßige Anwesenheit von Weltklasse-Läufern
machen das Eissportzentrum in Oberstdorf zu einem beliebten
Trainingsort für Läufer aus der ganzen Welt. «An
manchen Tagen befinden sich bis zu 260 Eisläufer aus 20
Nationen auf dem Eis. Sie alle wollen das Maximale aus dem
Sommertraining rausholen, da wird es schon mal eng auf dem
Eis», bemerkt Thomas Speiser, der die Zeiten koordiniert.


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