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Allgäuer Zeitung

Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
25.09.2009

Diskussion um Wasserkraftwerk geht weiter

Die Diskussion um das geplante Wasserkraftwerk im Rappenalptal - und damit im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen - geht weiter: Nachdem eine überarbeitete Planung (Tekturantrag) eingereicht wurde, wollen sich Regierungsvertreter jetzt selbst ein Bild vor Ort machen. Für das Vorhaben im Naturschutzgebiet ist eine Ausnahmegenehmigung der Regierung von Schwaben nötig.


Die Tektur sieht vor, dass das Maschinenhaus entgegen der
ursprünglichen Pläne außerhalb des
Natura-2000-Gebiets läge - und zwar nicht mehr auf
gemeindlichem, sondern auf Rechtlergrund. Die Rechtler wollen nun
als Investor mit in das Vorhaben einsteigen.



Die Gemeinde wäre damit aus einer Zwickmühle. Denn: In
der vergangenen Legislaturperiode hatte der damalige Gemeinderat
2007 entschieden, sich an dem Kraftwerksbau über die
Energieversorgung Oberstdorf (EVO) zu 25 Prozent zu beteiligen.
Der jetzige Gemeinderat hatte dem Projekt dann aber im Zuge der
wasserrechtlichen Bewilligung das Einvernehmen verweigert -
während die gemeindliche Gesellschaft weiter daran beteiligt
war. Die Rechtler zusammen mit den Alpen im Rappenalptal, so die
Idee, könnten nun mindestens diese Anteile übernehmen.



Albert Titscher, Geschäftsführer des Vereins der
ehemaligen Rechtler, bestätigt: Entsprechende Verhandlungen
laufen.



«Aus naturschutzrechtlicher Sicht ändert die Tektur
nichts an der Bewertung des Eingriffs», sagt Thomas Frey,
Regionalreferent für Schwaben beim Bund Naturschutz, zum
neuen Antrag. Die Gewässerökologie würde seiner
Einschätzung nach durch die Wasserentnahme unverändert
beeinträchtigt.



Investor: «Gebiet bereits jetzt sehr belastet»



Als einer der Investoren betont Herbert Blatt hingegen: Das
Gebiet sei bereits sehr belastet mit unter anderem
Bachverbauungen und geteerter Straße. Insofern wäre
ein Wasserkraftwerk seiner Ansicht nach hier durchaus vorstellbar
und umsetzbar. Zudem verweist er auf positive Gutachten zur
Gewässerökologie.



Ehe die Regierung eine endgültige Entscheidung trifft, soll
sich nun zunächst ihr Naturschutzbeirat vor Ort ein Bild von
dem Projekt machen.

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