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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
14.10.2009

Nach der Schule fließt der Schweiß

In den Vereinen im südlichen Oberallgäu wird nicht nur großer Wert auf Breitensport gelegt. Ziel ist es auch, Nachwuchssportler zu fördern und an die Spitze zu bringen. Wir stellen die größten Talente der Region vor.


Immenstadt. Ohne Disziplin geht es nicht. «Klar hat man
nicht immer Lust zum Training und muss sich zum Beispiel bei
schlechtem Wetter auch mal aufraffen», sagt Johannes
Schmieger. Doch wenn das Sofa nach Schule und Hausaufgaben mal zu
verlockend erscheint, hat der 17-Jährige einen ganz
einfachen Trick. «Einfach an den nächsten Wettkampf
denken. Wenn man dort etwas erreichen will, muss man sich ab und
an halt einfach zum Training überwinden.»



Oft steckt der Immenstädter jedoch nicht im Motivationstief.
«Sport ist für mich ein super Ausgleich für die
Schule», sagte Johannes, der von Kindesbeinen an
Mountainbike und Tourenski fährt. «Wenn ich den ganzen
Tag gesessen habe, muss ich mich einfach bewegen.



» Und so wundert es nicht, dass nach der Schule, die
natürlich nicht leiden darf, gleich der Sport kommt.



Mit drei Jahren hat er zum ersten Mal auf Skiern gestanden,
ernsthaft mit dem Tourenski fahren begonnen hat er mit acht. Dann
kam auch das Mountainbiken hinzu. «Mein Vater hat mich
damals regelmäßig mitgenommen», erinnert sich
Johannes. Mit elf dann die ersten Rennen. «Es ist einfach
toll, sich in der Natur zu bewegen, die Anstrengung, die
Gipfelerlebnisse, und dann die Belohnung bei der Abfahrt»,
schwärmt er.



Rund 15 Stunden in der Woche trainiert der 17-Jährige, im
Sommer, bis etwa Ende September das Mountainbiken, ab dann folgt
die Tourenskivorbereitung. «Die beiden Sportarten
ergänzen sich prima», sagt er. Bei beiden sei Ausdauer
mitunter das Wichtigste.



Bei allem Leistungswillen darf der Spaß natürlich
nicht zu kurz kommen. «Wenn es keinen Spaß machen
würde, könnte man in diesem Pensum gar nicht
trainieren», ist Johannes überzeugt. Eltern und
Bekannte sehen das genauso, Freunden fehlt allerdings oftmals das
Verständnis. «Die können es nicht nachvollziehen,
dass ich nicht mit zur Party komme, wenn am nächsten Morgen
um sechs Uhr ein Rennen ansteht.» Klar, dass Johannes dies
manchmal auch selbst vermisst. «Die ganze Freizeit, das
ganze Leben ist auf den Sport ausgerichtet. Selbst wenn ich im
Urlaub bin, gucke ich zuallererst immer, wo kann ich gut
trainieren», räumt der 17-Jährige ein. Mit der
Schule gab es hingegen bislang keine Probleme. «Das liegt
vor allem auch daran, dass ich in keinem Kader bin und mir die
Rennen deshalb so einteilen kann, wie ich Zeit habe.»



Etwa zehn davon im Sommer auf dem Bike und zehn im Winter auf
Skiern nimmt Johannes sich pro Jahr vor. Während sich die
Radsportwettkämpfe meist im näheren Alpenraum
abspielen, kommt es nicht selten vor, dass er für den
Tourenbereich bis zu 400 Kilometer zurücklegen muss, um an
den Start zu gehen. «Da muss man schon zwei Tage für
den Wettkampf einplanen, aber das nimmt man gern in Kauf»,
sagt Johannes. «Dafür sind das große
Veranstaltungen vor toller alpiner Kulisse. Ein echtes
Erlebnis.» Sein Vater begleitet ihn meist zu den Rennen und
fährt diese auch meistens gleich selbst mit. Schneller im
Ziel ist aber meist Johannes: «Aber da macht mein Vater
sich nichts draus», lacht er. Vom Vater hat er sich auch
abgeschaut, wie er trainieren muss. «Das habe ich von klein
auf mitbekommen», erzählt er.



Im Sommer über die Alpen Auch, wenn er ohne Trainer meist
auf eigene Faust trainiert, mache er vieles im Großen und
Ganzen so, wie er es beim Vater gesehen hat, berichtet der
17-Jährige.



Belohnt wurde er für den Trainingsfleiß schon ein ums
andere Mal. «Toll war die Alpenüberquerung in diesem
Sommer mit einem Kumpel», schwärmt er. «Das
waren schon einige Tausend Höhenmeter.» Für die
nächsten Jahre hat er sich vor allem vorgenommen,
«meine Leistung im Tourenski so zu steigern, dass ich eine
Chance hab, in die Nationalmannschaft aufgenommen zu
werden».

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