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Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
31.10.2009

Trendsporthalle im Paket mit neuem Illerstadion

Nun soll sie doch kommen, die lange diskutierte Trendsporthalle. Und das gleich im Paket mit Kletterturm, Gastronomie und Schützenanlage. Sonthofens Stadtrat sagte mit 25:3 Stimmen grundsätzlich Ja zum geplanten Neubau am Standort des bisherigen Illerstadions. Denn auch das Stadion soll in dem Projekt gleich neu entstehen. Für den ehrgeizigen Zeitplan (der Abbruch der alten Disco würde bereits im April beginnen) sind allerdings noch mehr Verhandlungen und weitere Ratsbeschlüsse nötig.


Den Charme des Projektes, das die Stadt in Partnerschaft mit
privaten Investoren schultern will, zeigte Stadtbaumeister
Lutz-Holger Behre auf: Das bestehende Stadiongebäude ist in
sehr schlechtem Zustand, was nicht nur am Nachkriegsbau und an
Baumängeln liegt, sondern auch an der zweimaligen
Überschwemmung. Zudem steht die Anlage auf vergrabenem
Hausmüll. Die Stadt käme nicht umhin, so Behre, die
Anlage in den nächsten Jahren zu sanieren. Die Kosten:
geschätzt 1,1 Millionen Euro. Und da sich Sonthofen das Geld
leihen müsste, wären das mit Zins und Tilgung 85000
Euro pro Jahr - 25 Jahre lang.



Hausmüll im Untergrund



Vergleichsweise wenig mehr, nämlich etwa 93000 Euro
jährlich, müsste Sonthofen für einen Neubau
berappen und hätte ebenso den problematischen Hausmüll
im Untergrund los. Dazu kämen für die Stadt noch
einmalig rund 215000 Euro für fehlende Grundstücke und
den Anteil an der neuen GmbH.



Denn als «Sportstätten GmbH» oder unter anderem
Namen soll das Projekt laufen. Hauptgesellschafter würde die
Stadt Sonthofen, «Juniorpartner» mit jeweils 10
Prozent der Deutsche Alpenverein (DAV) und die Familie Buchmann
als Investor.



Keine Juniorpartner gibt es bei den Investitionen, da jeder
seinen Anteil selbst trägt: die Stadt etwa 1,6 Millionen
Euro (Gründung, Schützenanlage, Sozialräume),
Familie Buchmann etwa 1,5 Millionen (Gastronomie,
Trendsporthalle, Sozialräume) und der DAV 0,7 Millionen
(Kletterturm). Das Miteinander der verschiedenen Gruppen regelt
dann eine Betriebsvereinbarung.



«Ein Totschlag-Argument»



Auf kritische Einwände angesichts des leeren
Stadtsäckels sagte Bürgermeister Hubert Buhl:
«Die Frage Können wir uns das leisten? ist ein
Totschlag-Argument.» Es sei eine Pflichtaufgabe der Stadt,
das Illerstadion in den nächsten Jahren zu sanieren und den
Müll aus dem Untergrund zu entsorgen.

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