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Allgäuer Zeitung

Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
03.11.2009

Einfühlsame Geschichten um kranke Mädchen

Das Jugendtanzprojekt «Licht und Schatten» hinterließ bei seiner Premiere im Oberstaufner Kurhaus ein restlos begeistertes Publikum. Die unglaublich professionell getanzten Choreografien, die gemeinsam von Felicia Forstmaier, Lisa Bechter und dem Tanzlehrerpaar Silvia und Richard Labrousse entworfen wurden, gaben den 68 Jugendlichen zwischen vier und 21 Jahren die Möglichkeit, ihr Potential zu zeigen. Minimalistische Gestik und wilde Bewegung im Ensemble auf den Punkt getanzt, machten den Gesamteindruck zu einem Genuss. Die moderne Hip-Hop- und Dance-Music-Auswahl wurde von den Jugendlichen mit freudvoller Leichtigkeit interpretiert, und das Lichtdesign von Benjamin Specht und Kilian Brack hüllte die Tänzer in bezaubernde Lichtwelten.


Die Tänze erzählen die Geschichte zweier Mädchen,
die beide lebensbedrohlich krank sind und sich mit sechs Jahren
im Krankenhaus kennenlernen. Eine Sprecherin erzählt aus der
Ich-Perspektive eines der Mädchen und verbindet dadurch die
verschiedenen Tanzchoreografien miteinander. Der lyrische und
philosophisch anspruchsvolle Text wurde von der
siebzehnjährigen Mirjam Thum geschrieben und beschreibt auf
sehr einfühlsame Weise die emotionalen Phasen, die kranke
Kinder und ihre Familien durchlaufen.



Die Idee dieses Projektes entstand am heimischen
Küchentisch, an dem Lisa Bechter (19 Jahre alt) und Benjamin
Specht (21 Jahre alt) feststellten, dass es viele verborgene
jugendliche Talente in Oberstaufen gibt, die man unbedingt mal
der Öffentlichkeit präsentieren müsste. So erfuhr
Benjamins Mutter, Marie-Theres Specht, davon.



Ihr Mann Franz Specht gewann den Kiwanis-Club Oberallgäu als
Stützpfeiler für die Umsetzung, und mit einem mutigen
Vertrauensvorschuss in die Oberstaufner Jugend starteten die
Vorbereitungen im Januar.



Gleichzeitig entstand auch die Idee, die Aufführungen - eine
zweite folgte am Tag nach der Premiere im Oberstaufner Kurhaus -
zugunsten des «Bunten Kreises Allgäu», der
Familien mit schwerstkranken Kindern unterstützt, zu
präsentieren. Alle Beteiligten, ob auf oder hinter der
Bühne, haben ehrenamtlich mitgewirkt und dieses Projekt zu
einem Feuerwerk an guter Motivation gemacht.

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