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Allgäuer Zeitung

Samstag, 14. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
06.11.2009

Die letzte Ruhe unter Bäumen finden

Passend zum «stillen» Monat November beschäftigte sich der Immenstädter Stadtrat jetzt mit dem «Masterplan Friedhof». Einer von mehreren Beschlüssen: Auf dem Hauptfriedhof sollen in Zukunft Bäume als Grabstätten für Urnenbeisetzungen genutzt werden dürfen. Das beschlossen die Räte mit 18:2 Stimmen. Als erste Maßnahme werden acht Bäume im Grünstreifen zur Verfügung gestellt.


Für die Zukunft soll ein Konzept erstellt werden, um weitere
Bäume auf dem Hauptfriedhof und dem Friedhof Stein dauerhaft
als Gedenkstätten zu integrieren. Weitere Vorschläge
der Verwaltung zielen laut Sachbearbeiterin Monika von Roth
darauf ab, die verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten
für die Zukunft sicherzustellen, aber auch den
Flächennutzungsplan mit ins Auge zu fassen.
Schließlich sei der 2,1 Hektar große Friedhof am
Fuße des Immenstädter Horns bekanntermaßen
aufgrund seiner exponierten Lage besonders Naturgewalten
ausgeliefert. Von 4724 Plätzen stehen derzeit 690 Erd- und
299 Urnengräber leer.



Weitere beschlossene Maßnahmen:



Die Verwaltung soll ein geologisches Gutachten einholen, das die
Gefährdung am Fuß des Immenstädter Horns durch
herabstürzende Felsen beurteilt. Laut Bürgermeister
Armin Schaupp gebe es zwar ein Gutachten aus dem Jahr 1991, doch
sei die Stadt in der Pflicht, dieses aus Haftungsgründen zu
erneuern. «Ansonsten handeln wir grob
fahrlässig», erklärte Schaupp.



Beim Kauf eines neuen Grabes für Erdbestattungen ist es im
gesamten Bereich des Hauptfriedhofs ab sofort nicht mehr
möglich, ein Grab für weitere Verstorbene zu vertiefen.
Ausnahmen sollen es nur in begründeten Fällen geben.
Dann müssen die Hinterbliebenen den ungeeigneten Lehmboden
auf eigene Kosten austauschen lassen.



Auf allen städtischen Friedhöfen in Immenstadt
dürfen keine einbalsamierten Leichname in der Erde bestattet
werden. Tanatopraktisch (also besonders kosmetisch und
konservierend) behandelte Leichname müssen vor der
Beisetzung verbrannt werden.



Grabstätten, in denen ein Zinksarg liegt, dürfen wegen
der Schadstoffbelastung nach Ablauf des Nutzungsrechts nicht mehr
weiter vergeben werden.



Bei zukünftigen Zinksargbestattungen gilt: Ein Grab muss
mindestens 1,80 tief sein. Ansonsten darf dort keine
Erdbestattung stattfinden. Die Kosten für das Fundament und
die Versetzung des Grabdenkmals trägt die Stadt.


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