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Allgäuer Zeitung

Montag, 16. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
21.11.2009

Das Weihnachtsland lädt in sein Märchenreich ein

Das Weihnachtsland mit seinem Lichterglanz und Märchenzauber ist ins Tal der Ostrach eingebettet. Es ist ein kleines Land und besteht aus einem einzigen Dorf. Es gibt ein Klausentor, ein Engelstor und ein Himmelstor, durch das Einreisende das verträumte Ländchen betreten. Im Zwergenreich der Traumwelt finden sich eine Christbaum-Galerie und ein Türmchenmarkt, noch dazu ein Stall wie jener zu Bethlehem mit Maria, Josef und dem Kinde. Die Bewohner des Weihnachtslands freuen sich sehr über Besuch und stehen als 2000 Köpfe zählendes Empfangs-Komitee bereit, damit auch Erwachsene wie mit Kinderaugen strahlen und allen zusammen das Herz warm wird. Zum achten Male lädt der Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang am Freitag vorm ersten Advent (28. November) und neun Tage in Folge ins Ländchen ein.


Die Gemeinschaft «Wir für Bad Hindelang» mit der
allgegenwärtigen Vorstandsvorsitzenden Brigitte Weber hat
sich für heuer einige Ergänzungen zum bewährten
Konzept mit weihnachtlichem Umzug, Stallweihnachts-Spiel,
Kindertag, Bastelwerkstatt und Adventskonzerten ausgedacht.
Natürlich sind da auch noch die 140 Aussteller mit ihren 80
Hütten, wo anspruchsvolles Kunsthandwerk offeriert wird,
umweht von Bratwurst-Duft und Glühwein-Aroma der
Imbissstände. Den Anspruch, der heimeligste, wenn nicht gar
schönste Weihnachtsmarkt im Allgäu zu sein, nimmt
Brigitte Weber auch heuer für sich in Anspruch.



Selbst wenn vielleicht 60000 bis 80000 Menschen aus ganz
Deutschland massenhaft ins Weihnachtsland strömen sollten,
glaubt die Organisatorin, mit ihrem
Weihnachtsmarkt-Verständnis einen Gegenpol zu mittlerweile
kommerzialisierten Dezember-Events zu setzen. Deswegen werfen
sich links und rechts von Christkind Nicole Kallweit, die schon
im Vorjahr vom Himmel hoch daherschwebte, wieder 140 Einheimische
in die Kostüme von Engeln und Nussknackern, Elfen und
Wichteln, Santa-Claus-Assistentinnen und Zylindermännern.
Vier neue Gruppen wurden geboren. Beim großen
Weihnachtszug, am Eröffnungstag (27. November, 18.30 Uhr)
sowie zu den folgenden drei Umzügen herrscht aber auch
wieder die Schneekönigin, und Väterchen Frost
hängen Eiszapfen an der Nase. Weihnachtsschneiderin Christel
Lipp hat schon für eine Kostümprobe die Schatztruhe
geöffnet.



Eigentlich ist es ja ein trauriges Märchen, wenngleich mit
einem glücklichen Ausgang: Sterntaler. Viermal wird das
Ballett - neu im Programm - im Kurhaus-Pavillon aufgeführt,
ein Weihnachtsgeschenk der Tanzfabrik Sonthofen. Geschenke zu
Weihnachten, speziell für Bedürftige aus der
«Kartei der Not, dem Hilfswerk unserer Zeitung, werden am
gleichen Platz verteilt, in Form von Glückssternen.
Fünf Schmiede formen unter Anleitung von Andreas Rohrmoser
an allen Tagen im Weihnachtsland Aberhunderte von Hufeisen
zusammen, bis daraus der eherne Hirsch Poldi im Einstand
verbleibt. An seinem Geweih und seinen Gliedmaßen baumeln
dann die Glückssterne als Zeichen der Hilfsbereitschaft.

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