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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 18. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
26.02.2010

Wenn die Lockerheit verloren geht

Mit zwei Siegen stehen die Bundesliga-Volleyballerinnen des Allgäu-Teams Sonthofen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Am Samstag bietet sich die Gelegenheit, diese Bilanz zu verbessern, denn um 19 Uhr gastiert mit dem Aufsteiger SV Sinsheim eine Mannschaft auf Augenhöhe in der Allgäu-Halle. Wir sprachen vor dem möglichen dritten Saisonsieg mit Trainer Andi Wilhelm.


Mit welchen Erwartungen gehen Sie und die Mannschaft ins Spiel
gegen Sinsheim?



Wilhelm: Mit guten. Wir haben intensiv trainiert, und wenn wir
das auch aufs Spielfeld bringen, dann haben wir reelle
Siegchancen.



Im Hinspiel gab es eine Niederlage. Mit welcher Taktik und
Einstellung ist diesmal ein Erfolg möglich?



Wilhelm: Sinsheim hat Schwächen in der Annahme, dafür
ist die Mannschaft im Block und Angriff sehr stark. Wir haben
versucht, uns darauf einzustellen. Grundlage für Punkte wird
einmal mehr ein guter Aufschlag sein.



In Dresden verlor Ihr Team zuletzt mit 0:3. Warum ist in dieser
Saison noch kein Sieg gegen einen «Großen» der
Liga geglückt? Was fehlt vor allem, um auch mal einen Gegner
aus dem vorderen Drittel zu schlagen?



Wilhelm: In den letzten drei Spielen hatten wir aufsteigende
Tendenz und haben immer besser agiert. Letztlich hatten wir im
Heimspiel gegen Hamburg bei der 1:3-Heimspielniederlage Pech,
weil sich Mittelblockerin Norisha Campbell verletzte und nicht
mehr weiterspielen konnte. Hier wäre auch ein Sieg drin
gewesen.



Auch beim 0:3 am vergangenen Wochenende in Dresden?



Wilhelm: In Dresden hatten wir den zweiten Satz schon für
uns entschieden, bis der Schiedsrichter den Linienrichter
überstimmte. Für kleine Satzerfolge reicht es also
schon. Um aber mal einen Sieg einzufahren, brauchen wir noch mehr
Lockerheit, so wie wir sie im letzten Jahr hatten. Da war der
Blick nur nach vorn gerichtet. So befreit spielen wir derzeit
leider noch nicht auf.



Was auffällt, sind die «Auszeiten» nach sehr
guten Leistungen während der Begegnungen. Starken Szenen
folgen oft unerklärliche Phasen mit vielen Fehlern und
Missverständnissen. Wie lässt sich das ändern?



Wilhelm: Wir haben in den vergangenen Wochen viel darüber
gesprochen. Es ist sehr schwierig, diese Situationen im Training
zu simulieren. Aber den Spielerinnen ist klar, dass wir gerade in
diesen Phasen mehr Konzentration und Willen brauchen. Durch
Abwarten macht man jedoch keine Punkte.



Wie ist die Stimmung im Team nach zwei Siegen und dem vorletzten
Platz?



Wilhelm: Natürlich läuft es nicht so, wie wir uns das
vor der Saison vorgenommen haben. Die letzten Spiele waren aber
auf jeden Fall gut für die Moral. Am Samstag wollen wir den
Fans zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.



Was ist heuer noch möglich? Ein einstelliger Tabellenplatz
wie vor der Saison angekündigt?



Wilhelm: Rein rechnerisch schon. Aber der Gedanke daran bringt
uns nicht weiter. Wir müssen jetzt den Fokus auf das jeweils
nächste Spiel legen. Was in zwei Wochen kommt, darf nicht in
den Köpfen stecken. Punkt für Punkt soll es nach vorne
gehen. Daran müssen wir arbeiten, dann kommt das andere
automatisch. Wie weit es nach vorne geht, hängt auch davon
ab, wie sich unsere Konkurrenten gegenseitig Punkte nehmen.



Da nur ein Team absteigt und Lohhof noch kein Match gewonnen hat,
können Trainer und Spielerinnen beruhigt in die
nächsten Partien gehen. Warum spielt man ohne Druck nicht
lockerer und befreiter?



Wilhelm: Der Druck ist immer noch da. Lohhof muss nur ein Spiel
gewinnen und ist dann dran. Aus dieser Konstellation wollen wir
raus. Am Wochenende kommt ein starker, aber schlagbarer Gegner.
Und wir können uns zwei wichtige Punkte holen. Dann erst
lässt der Druck nach.



Ihr Tipp am Samstag?



Wilhelm: Da waren wir uns in der Mannschaftssitzung völlig
einig: Siegen macht einfach viel mehr Spaß als verlieren.
Also: Wir gewinnen 3:1.

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