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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
17.03.2010

«Enormes Potenzial in den Hörnerdörfern»

Er sieht ein enormes Potenzial in den Hörnerdörfern. Und er lebt einfach gern im Allgäu. Mit zwei knappen Sätzen erklärte Dr. Bertram Pobatschnig, warum er als neuer Tourismusdirektor von Fischen unweit seines früheren Arbeitsplatzes Oberstdorf in die Region zurückkehren wird. Der 58-Jährige wird, wie bereits kurz berichtet, ab 1. Juni auch Geschäftsführer der Tourismus-Hörnerdörfer-GmbH sein. Der Vertrag ist vorerst auf vier Jahre angelegt.


Bei einem Pressegespräch zur Präsentation der
Personalie legte der Tourismusreferent des Fischinger
Gemeinderats, Peter Vogt, dar, wie der Kontakt zustande gekommen
war. Eigentlich wollte Vogt den seit Juli als
Geschäftsführer der neu gegründeten
Hochmontafon-GmbH fungierenden österreichischen
Tourismus-Fachmann nur fragen, ob Pobatschnig nicht jemand
Geeignetes für Fischen wisse. «Da hat es in Bertls
Augen geblitzt», erzählte Vogt jetzt schmunzelnd.
Pobatschnig bewarb sich selbst. Laut Edgar Rölz,
Bürgermeister und Vorsitzender der
Hörnerdörfer-GmbH, waren mehr als 30 Bewerbungen
eingegangen. Rölz: «Dr. Pobatschnig war mit Abstand
der beste Bewerber. Klar, dass wir uns für ihn entschieden
haben.



» Die Gemeinde brauche jemanden, der Standvermögen
besitze, kreativ sei und Menschen begeistern könne. Auf
Nachfrage betont Rölz zudem: Ganz sicher geht es nicht
darum, die Nachbarn in Oberstdorf zu ärgern. «Wir
verfolgen schlichtweg Ziele, die für unseren Ort gut
sind.» Wie berichtet, war der Vertrag des früheren
Oberstdorfer Tourismus-Chefs Pobatschnig nicht verlängert
worden.



Die Ziele, die Pobatschnig in Fischen erreichen soll, sind klar
gesteckt. «Messlatte im Tourismus sind die
Übernachtungen mal der Umsatz der Gäste», so
Rathauschef Rölz. Die Übernachtungszahlen sind trotz
steigender Gästeankünfte seit einigen Jahren
rückläufig, auch weil die Urlauber nicht mehr so lange
bleiben wie früher. Die Struktur des Gästeservices
sowie das Marketing müssten auf aktuelle Anforderungen
ausgerichtet werden, verlangt Rölz von seinem neuen
Mitarbeiter.



Dazu gehört für den Bürgermeister auch eine
Neubewertung des Tourismus-Orts.



«Wir haben in allen Segmenten hervorragende Betten. Aber
wir müssen in der Breite stabiler und besser werden.»
Die auf Freiwilligkeit basierende Zusammenarbeit der
Hörnerdörfer im Tourismus soll Pobatschnig ebenfalls
verbessern.



Pobatschnig selbst hielt sich bei seiner Vorstellung mit
konkreten Ideen noch zurück. Er kündigte aber an, dass
er auf die Gestaltung des touristischen Angebots setzen werde.
«Wenn eine Schokolade nicht mehr ankommt, kann man die
Verpackung verändern, oder aber man verändert die
Schokolade.» Er stehe für das Letztere.

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