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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 18. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
23.03.2010

Immer weniger junge Menschen in Sonthofen

Sonthofen ist eine stabile Mittelstadt mit geringem Familienanteil. So die Diagnose des Demografieberichts der Bertelsmann-Stiftung. Demnach hat die Stadt eine weitgehend stabile demografische Entwicklung; es gibt aber vergleichsweise wenige Haushalte mit Kindern. Petra Wilhelm, Referentin des Bürgermeisters, konnte diese Einschätzung mit eigenen Untersuchungen vor dem Hauptausschuss der Stadt belegen. So hat sich die Einwohnerzahl in den vergangen zehn Jahren auf einen Wert um 21000 eingependelt.


Eine weitere Erkenntnis: In der Kreisstadt sterben mehr Menschen
als Kinder geboren werden. Im Jahr 2009, so Wilhelm, gab es sogar
doppelt so viele Sterbefälle wie Geburten. Statistisch
gesehen hat damit jede Frau 1,35 Kinder. Bis zum Jahr 2025 ist
mit einem Bevölkerungsrückgang um 2,2 Prozent zu
rechnen. Die Zahl der Neubürger liegt zwar seit 2007 leicht
über der Zahl der weggezogenen Einwohner, aber insgesamt
sind beide Bewegungen rückläufig: 2001 wählten
1621 Personen Sonthofen als neuen Wohnort, 2009 waren es nur noch
1261. In die Ferne zog es 2001 knapp 1800 Bürger, acht Jahre
später waren es rund 1200.



Die Zahl der Kinder blieb in den vergangenen Jahren konstant,
doch die Menschen werden älter. Liegt das Durchschnittsalter
derzeit bei 44,1 Jahren, beträgt es in eineinhalb
Jahrzehnten 46,1 Jahre. Anders gesagt: Der Anteil der unter
18-Jährigen schrumpft, der der über 65-Jährigen
steigt. Gab es bis 2007 mehr Bewerber als Stellen, so hat sich
die Lage seit dem Jahr 2008 ins Gegenteil verkehrt. Insgesamt
nimmt die Zahl der Beschäftigten in Sonthofen ab - wobei
mehr Menschen außerhalb der Stadt arbeiten, als
Arbeitnehmer nach Sonthofen zur Arbeit fahren.



Wie soll die Stadt auf diese Entwicklungen reagieren? Laut
Wilhelm müsse Sonthofen als regionales Zentrum ausgebaut und
als Wirtschaftszentrum gestärkt werden. Außerdem
sollte sich die Stadt zu einem attraktiven Wohnstandort für
Familien entwickeln. Dazu ist unter anderem im Mai ein
Arbeitstreffen «Bündnis für Familien»
geplant. Weiter verwies Wilhelm auch auf das geplante neue
Wohngebiet für Familien an der
Albert-Schweitzer-Straße. Bürgermeister Hubert Buhl
meinte, dass die Stadt «auf einem sehr guten Weg»
sei.

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