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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
21.04.2010

Rutschhang am Horn bleibt Gefahrenherd

Auf Einladung des Bayerischen Umweltministeriums treffen sich am heutigen Mittwoch und am morgigen Donnerstag Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz in Immenstadt. Die beteiligten 30 Bau-Ingenieure und Geologen, wollen im Hotel Krone in Immenstadt-Stein darüber beraten, in welcher Weise man sich auf womöglich zunehmende alpine Naturgefahren einstellen muss, die vom Klimawandel verursacht sind.


Die beteiligen Fachleute - allesamt Praktiker, die bei
Behörden täglich mit solchen Fragen umgehen - streben
laut einer Pressemitteilung des Ministeriums in einem sogenannten
«Risiko-Dialog» nach Lösungsansätzen, die
über rein technische Schutzbauten hinausgehen. So will man
auch besprechen, welche Frühwarnsysteme greifen und wie ein
Risiko besser eingeschätzt werden kann.



Immenstadt am Fuße des Immenstädter Horns bietet dazu
einen guten Ansatz. Der Steigbach und die Konstanzer Ach
fließen durch das Stadtgebiet und münden in die Iller.
Damit sind erhebliche Gefahren verbunden: Hochwasser,
Murenabgänge und Hangrutschungen können die Siedlungen
im Tal bedrohen. Das haben die Immenstädter direkt erlebt,
als ihnen vor Jahren ein Teil des Berges regelrecht entgegenkam.



Erst durch aufwendige Schutzmauern konnten die Rutschungen
gestoppt werden. Zwar ist die Lage laut Auskunft des
Wasserwirtschaftsamts Kempten stabil. Aber der latente
Gefahrenherd bleibt, insbesondere bei Starkregen. Die oberhalb
des Stadtgebiets immer noch sichtbare klaffende Wunde ist deshalb
auch Ziel einer Erkundung durch die Fachleute, ebenso wie die mit
hohem Millionenaufwand bekämpfte Hochwasserproblematik im
Seifener Becken bei Immenstadt.



Das Experten-Treffen ist Bestandteil des Projekts Adapt-Alp, das
mit Geldern aus dem Europäischen Fonds für Regionale
Entwicklung der EU unterstützt wird.



Der Klimawandel mit steigenden Temperaturen und sich
ändernden Niederschlagsmusters kann sich besonders auf die
Naturgefahren in den Bergen auswirken und erfordert daher ein
gezieltes Gefahren-Management im Alpenraum. (pts)

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