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Allgäuer Zeitung

Montag, 9. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
14.05.2010

Top-Adresse im deutschen Tourismus

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil hat gestern als Schirmherr der Allgäu-Schau in Immenstadt der Region ein dickes Kompliment gemacht. Zur gestrigen Eröffnung der Messe, bei der bis Sonntag, 16. Mai, laut Veranstalterangaben bis zu 150 Aussteller auf annähernd 15000 Quadratmeter für eine Informations-Plattform der heimischen Wirtschaft sorgen, rühmte der Minister das Allgäu als eine der ersten Adressen des Tourismus in Deutschland.


Auch sonst, so Zeil, stehe die Region wirtschaftlich gut da, dank
der «zupackenden und weitblickenden Art» der
Allgäuer.
Doch die Eröffnung dieser Wirtschafts-Drehscheibe, bei der
heuer vor allem der Trend zum elektrisch angetriebenen
Fortbewegungsmittel im Mittelpunkt steht und natürlich
wieder das landwirtschaftlich orientierte Tierzelt einen
Anziehungspunkt bildet, war nicht nur auf den Wohlklang
schöner Worte aufgebaut. Der Wirtschaftsminister selbst
rügte, dass noch immer nicht auf internationaler Ebene
Kontrollmechanismen geschaffen wurden, um die Verursacher der
Finanz- und Wirtschaftskrise besser zu überwachen.



Der FDP-Politiker hörte sich zugleich Forderungen des
Oberallgäuer Landrats Gebhard Kaiser und Immenstadts
Bürgermeister Armin Schaupp an. Beide hatten darauf
aufmerksam gemacht, dass den Kommunen und Landkreisen bei
steigenden Sozialausgaben immer weniger Steuereinnahmen
verblieben. Wahrscheinlich, so Kaisers Schätzung, bleiben am
Jahresende nur noch 30 Millionen Euro an Gewerbesteuer im
Oberallgäu hängen. 2007 waren es noch 45 Millionen.



Bürgermeister Schaupp verlangte «verlässliche
Einnahmequellen», die nicht Konjunkturschwankungen
unterliegen. Sowohl Kaiser als auch Schaupp machten aber nicht
nur in Pessimismus. Der Landrat appellierte im Beisein des
Bundestagsabgeordneten Stefan Thomae (FDP) und mehrerer
Landtagsabgeordneter von CSU, SPD, Freien Wählern und
Grünen zugleich an das Zusammenwirken von Wirtschaft und
Politik. Dankbar zeigte sich Kaiser über die
Mehrwertsteuer-Senkung für die Hotellerie. Dies sei
«ein entscheidender Schritt für unsere Region»
gewesen, um mit den Nachbarländern konkurrieren zu
können. Dann war der Weg frei, um das von Ausstellungsleiter
Eberhard Fetzer organisierte Angebot von Handel, Wirtschaft und
Gastronomie anzuschauen. Ein Anziehungspunkt bildete das
Tierzelt, in dem Kälber muhen und Schafe blöken. (pts)

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