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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
22.05.2010

Schluss mit wilden Saufgelagen

Schluss mit wilden nächtlichen Grill- und Saufgelagen in Sonthofens Grünanlagen und auf Spielplätzen. Auch der Toilettengang unterm Haselnussstrauch oder im Blumenbeet ist tabu. Beispiele aus der neuen «Grünanlagensatzung», die Vandalismus und anderen Problemen entgegenwirken soll. Verwaltung und Hauptausschuss haben die alte Satzung überarbeitet und ausgeweitet. Der Stadtrat muss sie noch absegnen.


Der Grund für die umfangreiche Ordnungsvorschrift: Es gab
immer mehr Ärger, doch eine rechtliche Handhabe fehlte oft,
weil Dinge nicht explizit verboten waren. Die neue Satzung soll
es ermöglichen, gegen Ruhestörer und Umweltferkel mit
Bußgeldern vorzugehen. Das begrüßt laut
Stadtverwaltung auch die Polizei. Im Rathaus wird betont,
Hauptgrund für die Änderungen seien nicht höhere
Einnahmen, sondern «die Möglichkeit, bei
Missständen einzuschreiten», um Sicherheit und Ordnung
zu wahren.



Der Satzungsentwurf nennt für das gedeihliche Miteinander
etliche Verhaltensregeln und Verbote. Hunde etwa sind gewiss
tolle Wegbegleiter, beim Baden aber nicht jedermanns Sache. Nun
soll auf den Liegewiesen am Westufer des Sonthofer Sees von Mai
bis September ein Hundeverbot gelten. Auf dem angrenzenden Weg
können Hundehalter weiter spazieren. Ein eigener
Hunde-Badeplatz wird auf der Illerseite des Sees ausgewiesen.



Sonthofen will vieles individuell regeln: Je nach örtlicher
Situation können Schilder Dinge anders vorgeben, etwa das
Bratwurst-Brutzeln auf dem Grillplatz an der Sinwag (nahe des
Campingplatzes) bis 22 Uhr erlauben. Ohne Spezialregeln auf
Schildern gilt die vom Ausschuss einhellig befürwortete
Satzung.



Vize-Bürgermeister Harald Voigt findet es gut, wenn man bei
Saufgelagen auf Spielplätzen oder lautem Grillen nachts an
der Sinwag einschreiten kann.



Zivilcourage gefordert



Petra Müller überlegte, an jedem Iller-Zugang
Grillverbotsschilder aufzustellen. Das geht aber nicht, weil die
Stadt nur über ihren Grund entscheiden kann. Rudi Gropper
forderte von Bürgern mehr Zivilcourage: Sie sollten Menschen
auf eventuelles Fehlverhalten ansprechen und ihnen auch mit einer
Anzeige drohen. (uw)

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