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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
18.06.2010

Eine Brandschutz-Expertin bringt alle zur Weißglut

Kleine Teufel begrüßen die Besucher am Eingang des Gymnasiums Immenstadt und lotsen sie zu ihren Sitzplätzen für ein «Teuflisches Vergnügen». So lautet der Titel des neuen Schultheaterstücks. Auch wenn es in der Aula eher kühl ist, bildet sie den Schauplatz für ein heißes Abenteuer. Die vielen Besucher erwarten «Unterhaltung und Brandschutz in der Hölle».


Dort hat Luzifer ein Problem. Die ewige Höllenqual reicht
nicht mehr aus, um die Sünder zu beschäftigen. Da kommt
der Manager Dr. Walter Köhler gerade recht, um Abhilfe zu
schaffen. Unter seiner Leitung entsteht eine Autorennbahn, auf
der sich die armen Seelen fortan ganz dem Geschwindigkeitsrausch
hingeben können.



Doch wie lässt sich das Benzin in der Hölle sicher
lagern? Eine Brandschutz-Expertin, die mit einer Zigarette im
Bett eingeschlafen ist, weiß Rat. Doch als sie aus
Sicherheitsgründen anfängt, Feuerschutztüren
einzubauen und die leicht entzündlichen Bilder im Büro
Luzifers abzuhängen, treibt die Expertin nicht nur den
Höllenfürsten langsam zur Weißglut.



Unter der Regie von Robert Graef und Dr. Christoph Treutwein
entstand eine unterhaltsame Satire auf die momentanen
Brandschutzmaßnahmen in der Schule, welche das
Theater-Ensemble mit viel Witz am Mittwochabend dem Publikum
präsentierte.



Robert Graef zeichnet verantwortlich für den Text, den er
nach einer Vorlage von Rolf Stemmle geschrieben hat. Mit viel
Gespür greift er darin nicht nur die Immenstädter
Lokalpolitik, sondern auch Themen aus der Wirtschaft auf. Das
Ergebnis ist eine Satire erster Güte, die mit viel
Engagement von Schülern, Lehrern und einigen Eltern auf die
Bühne gebracht wird.



Erfrischender Humor



Neben Musik, mit der die Theatercombo unter der Leitung von
Barbara Greiner die passenden Stimmungen zaubert, sind es vor
allem die Schauspieler, allen voran Vanessa Maurer als Luzifer,
die für einen erfrischend humorvollen Abend voller
Seitenhiebe auf die aktuelle Situation in der Stadt sorgen.



Einradfahrerinnen, angeleitet von Ulrike Hitzler, verkürzen
dem Publikum die Umbaupausen bei der auch sonst flotten
Inszenierung.



Welche Herkulesaufgabe eine Produktion dieser Größe
für eine Schule bedeutet, zeigt sich nicht nur am Umfang und
an der Ausstattung des Stückes. Auch die Vielzahl an
Mitwirkenden, seien es Schauspieler oder Techniker, machen den
Aufwand deutlich.



Zu tosendem Schlussapplaus versammeln sie sich alle dicht
gedrängt auf der Bühne und nehmen den Dank des
begeisterten Publikums entgegen.



Letzte Aufführung heute, Freitag, 18. Juni, um 19 Uhr in der
Aula des Gymnasiums Immenstadt.

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