zur Suche
zur Navigation
zum Inhalt
zum Seitenfuß

Allgäuer Anzeigeblatt

Allgäuer Zeitung

Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
08.07.2010

«Den Abwärtstrend verlangsamen»

100 Tage sind vergangen, seit Andi Haid (BVP) die Nachfolge des langjährigen Walser Bürgermeisters Werner Strohmaier (FWP) angetreten hat. Als «interessant, abwechslungsreich und spannend», beschreibt Haid das, was er seitdem erlebt hat. Bevor der gelernte Koch und zweifache Familienvater das Amt antrat, war er bereits lange Jahre als Gemeindevertreter aktiv und Leiter des Walser Sozialzentrums. Überrascht habe ihn deswegen nichts am Posten des Bürgermeisters. «Dazu hatte ich schon zu viele Einblicke in das Amt. Verändert habe sich die Verantwortung, die mit der neuen Rolle einhergehe, sagt Haid. «Ich verspüre eine große Verantwortung für die Talschaft.»


Die größte Herausforderung seiner bisherigen Amtszeit
sieht Haid in der negativen Entwicklung des Tourismus. Vor allem
die seit Jahren sinkenden Übernachtungszahlen machen dem
Walser Bürgermeister Sorgen. «Für uns geht es
wirklich ums Überleben, wir sind ausschließlich auf
den Tourismus ausgerichtet», sagt er. «Unser Ziel
muss es sein, den Abwärtstrend zu verlangsamen und zu
stabilisieren.» Eine Chance, im harten Konkurrenzkampf der
Wintersportregionen im Alpenraum zu bestehen, sieht Haid in der
Ski-Allianz mit Oberstdorf und den Bergbahnen (wir berichteten).
«Wenn wir unsere Kräfte bündeln, haben wir eine
Chance, im Markt wahrgenommen zu werden.»



Als weitere Herausforderungen sieht Haid, die zahlreichen
anstehenden Gebäudesanierungen. «Die Stabilität
der Finanzen darf nicht gefährdet werden», sagt Haid.
«Die notwendigen Projekte müssen aber dennoch
umgesetzt werden.» Derzeit habe die Gemeinde kaum
verfügbare Mittel und musste aus diesem Grund für das
Freibad in Riezlern ein Darlehen aufnehmen. Deswegen sei es auch
unausweichlich, dass das eine oder andere Ziel aufgeschoben
werde, so Haid. Hohe Priorität habe aber auf jeden Fall die
Sanierung der Tennishalle, das Schulzentrum und die Unterbringung
der Walser Rettung. Auch das Projekt Skigleitwege als Verbindung
zwischen den Bergbahnen soll bald in Angriff genommen werden.



Angetreten war Haid mit dem Ziel die politische Kultur im
Walsertal zu verändern. «Mir geht es um eine
gegenseitig Wertschätzung unabhängig von der
politischen Gesinnung», erklärt Haid. Deswegen setzte
er erste Signale und berief beispielsweise mit Matthias Bischof
(Initiative pro Kleinwalsertal) einen Vertreter einer anderen
politischen Gruppierung auf den Posten des zweiten
Bürgermeisters. Ob es ihm gelungen ist, den Umgang in der
Walser Politik zu ändern, könne er aber nach 100 Tagen
noch nicht sagen. «Das sollen später andere
beurteilen», sagt Haid.



Bis dahin möchte der Rathaus-Chef seine Arbeit machen und
hofft, dass die Walser über ihren Bürgermeister sagen,
«dass er seinen Aufgaben nachkommt, die Verantwortung
angenommen hat und er jemand ist, bei dem eine Bindung zur
Bevölkerung vorhanden ist.»

Zurück

Hallo Allgäu
Das neue Wochenblatt
am Wochenende
Veranstaltungen 2019
Veranstaltungen 2019

Die Topadresse

LUMEN Bestattungen Harald Wölfle
Bestattungsdienste


Grüntenstr. 17
87527 Sonthofen

BUCHSHOP




EBERL MEDIEN