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Allgäuer Zeitung

Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
20.07.2010

Von Bad Hindelang aus das Musikgeschäft aufgemischt

Metallica, AC/DC, U2, Robbie Williams, Green Day oder Amy Winehouse: Wer solche weltweit bekannten Musiker vermarktet, müsste eigentlich in einer Großstadt sitzen - denkste: Von Bad Hindelang aus mischt die Firma Brainstorm seit nunmehr 19 Jahren im Musikgeschäft mit. Über 40 goldene und platinierte Schallplatten sowie mehrere Musikpreise gehen auf ihr Konto. Sogar bei Stern TV saß Inhaber Michael «Deville» Schober schon zwei Mal Günther Jauch gegenüber. Warum aber verschlägt es so einen Geschäftsmann gerade ins tiefste Oberallgäu?


«Vier Jahre lang war ich als Tourneeleiter ständig in
der Welt unterwegs, dann hatte ich einfach Heimweh»,
erzählt Schober über 1991 - das Jahr, in dem er und
Manfred «Mannix» Strauchner das Unternehmen aus einer
Wohngemeinschaft heraus gründeten. Anfangs machte Brainstorm
nur Promotion - das heißt: die Firma platzierte CDs von
Künstlern in Massenmedien, wie im Radio oder in Zeitungen
sowie in Clubs oder Diskotheken.



«Wir setzten damals als so ziemlich einzige Agentur in
Deutschland voll auf die Grunge-Welle, weil hier ja alle
Snowboarder diese Musik hörten», so der
49-Jährige. Mit Erfolg: 1995 bekam Brainstorm die ersten
goldenen Platten. Bis heute hat die Firma über 800 Bands
promotet.



Beispielsweise beim jüngsten Metallica-Album «Death
Magnetic» klapperten die Mitarbeiter zwölf Wochen vor
Veröffentlichung über 500 Rockclubs in der Republik ab,
damit sie die Musik spielen. Ebenso organisierte Brainstorm am
Tag der Album-Premiere bundesweit jede Menge Release-Partys.



«Metallica könnte theoretisch jeder vermarkten, aber
nicht jeder hat dafür die Kontakte», verrät
Schober das Geheimnis seines Erfolgs: Eine laufend aktuelle
Datenbank mit Adressen.



Neue Bands etablieren



Neben Promotion versucht Brainstorm, neue Bands in den Markt
einzuführen und sie zu etablieren: «Wir machen mit den
Musikern Fotoshootings, drehen Videos und geben ihnen Training in
Gesang, Songwriting oder Choreografie», erläutert der
«Rock 'n' Roll-besessene Allgäuer», wie Schober
sich selbst nennt.



Der Nachwuchs werde spätestens bis zum ersten Album
gecoacht, bis er reif ist, aufzutreten und ihn Plattenfirmen
vorzustellen.



Auch hier kann sich das Hindelanger Unternehmen mit bekannten
Namen schmücken: Tokio Hotel, Aloha From Hell oder Panik.
Derzeit betreut Brainstorm die dänische Nachwuchsband The
Dreams, um sie in Deutschland bekannt zu machen - Schober:
«Ihr Durchbruch soll 2011 gelingen.»



Der Hindelanger und sein Team suchen ebenso junge Talente,
sichern sich über «Publishing» die Verlagsrechte
von Musikern und haben zwei eigene Plattenlabels im Haus:
«Damit vermarkten wir vor allem japanische Künstler in
Deutschland.» Brainstorm berät zudem ausländische
Plattenfirmen als Partner, wenn sie mit einem Musiker in den
deutschen Markt wollen.



Die Firma bietet darüber hinaus ihren Kunden jede Menge
Musik-Marketing-Instrumente an und bedient Markeninhaber, wie
BMW, die Deutsche Telekom, Siemens oder Constantin Film, mit
Musik für Werbesports, Firmenevents oder Image-Kampagnen.



Obwohl Schober bereits zahlreiche Musik-Stars kennengelernt hat,
ist für ihn ein Grundsatz in dem Geschäft enorm
wichtig: «Immer Respekt und Distanz zu den Künstlern
haben, das wissen auch meine Mitarbeiter.»

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