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Allgäuer Zeitung

Montag, 9. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
22.07.2010

«Der Umbau ist nur die Konsequenz aus der Entwicklung des Sports»

Die Sanierung der Skisprungschanze HS 100 ist notwendig. Diese Position vertrat Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG), vor dem Oberstdorfer Gemeinderat. Die veraltete Anlage sei mit 25000 Trainingssprüngen im Sommer die wichtigste Trainingsschanze des Stützpunktes und Landesleistungszentrums Ski nordisch. Hintergrund: Im Jahr 2013 liefe die Zertifizierung der HS 100 - eine Art TÜV für Sportanlagen - aus. Trainings- und Wettkampfsprünge wären ohne Umbau auch aufgrund neuer Kriterien nicht mehr möglich. Die Grünen hatten die Notwendigkeit der Maßnahme wiederholt infrage gestellt.


«Es ist klar, dass die Schanzen angepasst werden
müssen», sagte Siegmund Rohrmoser (Grüne).
«Aber es ist zu hinterfragen, dass innerhalb von kurzen
Fristen von der FIS massive Umbaumaßnahmen gefordert
werden.» In die gleich Kerbe schlug auch Gemeinderat Alex
Rößle (SPD): «Die Zyklen werden immer
kürzer», sagte er. «Die Bausumme stört mich
stark.» Andere Räte unterstützten die Pläne,
die Schanze zu sanieren. «Die Anlage ist ein wichtiges
Drehkreuz für den Stützpunkt», sagte Peter
Titzler (FW).



Förderung nicht gefährden



Wie Stefan Huber ausführte, habe die FIS erklärt, dass
eine Verlängerung der Zertifizierung ohne Umbau keinesfalls
gewährt werde. Die Schanze entspräche derzeit nicht
mehr den nationalen und internationalen Anforderungen. Bauherr
und Eigentümer der Anlage ist die Nordische Skisport GmbH
& Co.



KG, an der die Gemeinde mit 39 Prozent beteiligt ist. Die
Sanierungskosten sollen rund 4,7 Mio. Euro betragen. Von der
Summe sollen Bund, Land und Kreis allein 90 Prozent
übernehmen. Werde die Schanze nicht saniert, drohe der
Verlust der Stützpunktförderung, so Huber.



Die 30 Jahre alte Anlage sei nicht saniert worden, als die
Erdinger Arena im Zuge der Nordischen Skiweltmeisterschaft
umgebaut wurde. Der Umbau der Schanze stehe nicht im Zusammenhang
mit einer erneuten WM-Bewerbung Oberstdorfs. Die Zertifizierung
laufe aus, egal ob Oberstdorf noch einmal WM-Austragungsort wird
oder nicht. (mig)

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