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Allgäuer Zeitung

Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
31.07.2010

Schwache Lunge sucht kaputte Kniescheibe zum Schachspiel

Immenstadt/Sonthofen/Oberstdorf Waltraud Böcher aus Lindau ist derzeit Patientin in der Klinik Immenstadt. Seit gestern, als sie überraschenderweise in ihrem Krankenzimmer einen Besuch der Klinikleitung für ein Zeitungsfoto erhielt, weiß Waltraud Böcher, dass sie am Fernseher an der Wand nur auf Kanal elf zu zappen braucht. Dann flimmern zwischen 6 und 23 Uhr täglich ausgewählte Dokus, Reise-Erlebnisse, Gesundheits- und Tiersendungen, Filmklassiker, Nachrichten und natürlich auch hauseigene Informations-Beiträge über die Mattscheibe. Klinik-Info-Kanal - kurz KiK - heißt die neue TV-Unterhaltungsmaschine, die eigens auf Krankenhäuser ausgelegt ist. Der hauseigene Fernsehkanal, der parallel dazu auch in Sonthofen und Oberstdorf läuft (dort auf Nummer eins) wurde gestern vorgestellt.


Kurzweil am Krankenbett soll das neue Patienten-Fernsehen den
Wiedergenesenden bescheren. Es ist dies der Start fürs
gesamte Allgäu. Als Geschäftsführer der Kliniken
Oberallgäu, zu denen das Krankenhaus in Immenstadt
gehört, sprach Michael Osberghaus von einem
«Wohlfühl-Fernsehen», das auch dem Hospital
selbst interessante Möglichkeiten eröffnet. So
können beispielsweise aktuelle Informationen über die
Kliniken und die Menüpläne eingespielt werden.



Rechtzeitig fertig geworden ist ein ureigener
Präsentationsfilm über die drei Krankenhäuser im
Oberallgäu, der jederzeit übers Haus-TV abgerufen
werden kann. Nicht nur in den rund 170 Zimmern der drei
Krankenhäuser hängen die Monitore an der Wand. Auch im
Foyer des Immenstädter Hospitals steht ein Bildschirm im
Großformat.



Partner bei diesem speziellen Krankenhaus-Medium ist das
Böblinger Unternehmen KiK, das nach eigenen Angaben 500
Kliniken in fünf Ländern mit lizenzierten
Filmbeiträgen versorgt, vom Kino-Reißer, dem
sogenannten Blockbuster, bis zur christlichen Besinnung.
Projektleiterin Simone Gunkel stellte ihr Medium bei der Premiere
in Immenstadt den anwesenden Gästen vor, darunter zahlreiche
Sponsoren. «Die Patienten wollen ruhige und entspannende
Bilder», weiß Simone Gunkel aus Erfahrung.



Sogar Kontaktmöglichkeiten der Patienten untereinander
können künftig per Mattscheibe geknüpft werden.
Etwa von dieser Sorte: «Schwache Lunge sucht kaputte
Kniescheibe zum Schachspiel» Waltraud Böcher als
Patientin auf Station zwei dürfte jetzt öfter mal das
Buch beiseitelegen und auf Kanal elf drücken. (pts)

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