zur Suche
zur Navigation
zum Inhalt
zum Seitenfuß

Allgäuer Anzeigeblatt

Allgäuer Zeitung

Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
15.09.2010

«Eigene Wurzeln nicht vergessen»

«Ein Gedenken über Generationen und Grenzen hinweg verbindet. Es erinnert an Gemeinsamkeiten und erlaubt so ein feierliches Beisammensein - egal ob jung oder alt, ob deutsch, italienisch, französisch oder von einer ganz anderen Staatsangehörigkeit.» Das betonte Oberst Ulrich Kirsch in seiner Gedenkrede zum 62. Grüntentag. Man pflege diese Tradition, um Erinnerung hochzuhalten, so der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes weiter.


Bei der Rede am Jägerdenkmal plädierte Kirsch für
eine selbstbewusste Bundeswehr: «Selbstbewusstsein in dem
Sinne umfasst das Wissen darum, woher man kommt, und das Wissen
darum, was man geleistet hat und wo man steht.» Es gehe
darum, die eigenen Wurzeln nicht zu vergessen. Auch wenn er sich
immer dafür ausgesprochen habe, den Schwerpunkt auf
Traditionen der Bundeswehr zu legen, so bedeute das keine Abkehr
von der Geschichte und der Erinnerung an Väter, Groß-
und Urgroßväter. Für keine gute Entwicklung
hält Kirsch die geplante Aussetzung der allgemeinen
Wehrpflicht mit freiwilligen «Kurzzeitdienern» statt
Wehrpflichtigen und die Reduzierung der Personalstärke der
Bundeswehr. Doch das sei ab einem gewissen Punkt nicht mehr
aufzuhalten gewesen. Kirsch: «Es wird wenig nutzen, sich
noch jahrelang die Wehrpflicht zurückzuwünschen.»



Am Grüntentag nahmen mit rund 800 Besuchern auch
Repräsentanten der Bundeswehr, aktive Soldaten, Reservisten
und zahlreiche Fahnenabordnungen von Soldatenverbänden aus
Italien, Österreich und dem Umland teil. Die
Kranzniederlegungen am Jägerdenkmal erfolgten zu
Salutschüssen der «Feuerschützen
Grünten». Die Gedenkmesse zelebrierte
Militärpfarrer Martin Roth (Kaufbeuren). Es spielten die
Musikkapelle Rettenberg und Alphornbläser aus Burgberg.



Zeitgleich mit der Bergmesse feierte in Sonthofen Stadtpfarrer
Müller in St. Michael einen Gedenkgottesdienst, den die
Stadtkapelle umrahmte. In der Kreisstadt legte
Vize-Bürgermeister Harald Voigt an der Ölbergkapelle
einen Kranz nieder. Er erinnerte daran, dass vor 65 Jahren einer
der grausamsten und blutigsten Kriege der Geschichte zu Ende
ging.



Kriege würden bis heute viel Leid und Elend über die
Menschen bringen, etwa in Afghanistan. «Bis heute sind
Terror und Gewalt an der Tagesordnung; man glaubt langsam, die
Menschheit hat aus der Geschichte nichts gelernt.» (oh)

Zurück

Hallo Allgäu
Das neue Wochenblatt
am Wochenende
Veranstaltungen 2019
Veranstaltungen 2019

Die Topadresse

Armin Heisele - Malermeister
Maler


Bichlweg 9
87549 Rettenberg

BUCHSHOP




EBERL MEDIEN