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Allgäuer Zeitung

Donnerstag, 12. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
06.10.2010

Skifahren und Rodeln als Belohnung

Nach einer sechswöchigen Trainingspause hat der Oberstdorfer Shorttrack-Nachwuchs bereits seit Mitte Mai wieder den Winter im Blick. Um für die Wettkampfsaison, die schon Ende September startete, gerüstet zu sein, kommt es auf die rechtzeitige Vorbereitung an. Da sich nur die Leistungssportler in der Pause weiter konsequent fit halten müssen, geht der Coach des EC Oberstdorf, Joachim Knöckel, den Trainingsstart mit seinen Kleinsten locker an.


Zunächst wird in Laufeinheiten die Grundlagenausdauer
verbessert, bevor langsam das Sprint- und Krafttraining in den
Mittelpunkt rücken. «Da Shorttrack eine
Schnellkraft-Sportart ist, ist das Sprinttraining enorm
wichtig», betont Knöckel. Auf den Einsatz von
Gewichten wird bei den Kindern allerdings noch verzichtet. Im
Krafttraining wird nur das eigene Körpergewicht eingesetzt.
Später nehmen die Jugendlichen leichte Gegenstände wie
Stangen in die Hand, um sich den Bewegungsablauf
einzuprägen, den sie später fürs Hanteltraining
benötigen. Sehr viel Wert legt der Coach zudem auf das
Athletiktraining, das allgemeine Kräftigungsübungen
für die Rumpfmuskulatur und andere, durch die Sportart
stärker beanspruchte Muskelgruppen beinhaltet. Ende Juli
geht es aufs Eis. Auch hier werden vor allem die konditionellen
Fähigkeiten geschult, indem die Wettkampfstrecke
beispielsweise gleich mehrfach gelaufen wird.



In einem taktischen Rennen wird nämlich teilweise auch gegen
Ende noch das Tempo angezogen. Auf die dann geforderte
Beschleunigung muss die Muskulatur der Nachwuchsathleten
vorbereitet werden, erklärt Joachim Knöckel. Wer
vermutet, dass sich die Kinder im Hochsommer mehr oder weniger
lustlos in die Eishalle quälen, der irrt sich gewaltig.
«Sie sind heiß aufs Eis», versichert Joachim
Knöckel und fügt hinzu, dass es bei einigen der Kinder
sogar bittere Tränen gibt, wenn sie beispielsweise aufgrund
von anstehenden Schulaufgaben auf das Training verzichten
müssen. «Alle wollen unbedingt trainieren»,
betont der Coach, der seine Schützlinge am Ende der Saison
mit gemeinsamen Ausflügen zum Skifahren, Rodeln oder in den
Europapark belohnt.



Zu Beginn des Eistrainings wird nach zwei Einheiten zum
Eingewöhnen vor allem an der Technik gefeilt. Damit sich die
Muskulatur langsam wieder an den Sport gewöhnt, laufen sich
die Kinder nach ausgiebigem Aufwärmen zunächst in
tiefer Haltung auf dem Eis ein. Entsprechend der Altersgruppen
legt Joachim Knöckel dann die Rundenanzahl fest, in der die
Kinder und Jugendlichen ihre Ausdauer trainieren sollen. Mit
Hilfe einer Zeitmessanlage geht es dann ans Verbessern der
Schnelligkeit. Stimmt die Technik, schließt sich das
Kurventraining an, bei dem vor allem die richtige Taktik für
den Überholvorgang eingeübt wird. Dazu sichert der
Trainer die Bande in der Kurve mit Matten ab, um Verletzungen
vorzubeugen, falls die Kinder aus der Kurve in die Bande
rutschen. Schließlich haben die Nachwuchsathleten mit 50
bis 60 Stundenkilometern ganz schön Tempo drauf.



Am Beginn der Kurve legt der Trainer mit kleinen Hütchen, so
genannten Blocks, Bahnen für seine Schützlinge. Nachdem
er den Jugendlichen die Laufwege und die Taktik erklärt hat,
schickt er sie aufs Eis. Zum Überholen eignet sich
nämlich nur das Ende der Kurve, erklärt Knöckel.
Für den Vorgang an sich kommt es aber auch auf den richtigen
Anlauf an, um sich selbst überhaupt erst in die zum
Überholen geeignete Position zu bringen. Vor allem für
Anfänger ist das enorm schwer, denn sie müssen extrem
auf der Außenkante laufen, fügt der Trainer hinzu. Wer
diesen Sport beginnen will, müsse eben gut
Schlittschuhlaufen können.

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