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Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
12.10.2010

Mit Klassikklängen auf dem Weg zum Abitur

Sie sind Schüler des Gymnasiums Sonthofen, besuchen gemeinsam den Leistungskurs «Musik» und haben an der Musikschule Oberallgäu Süd mit Reinhard Reißner den gleichen Gitarrenlehrer: Verena Hofmann, 18, aus Sonthofen und Andreas Braunsch, 19, aus Bad Hindelang-Hinterstein. Am kommenden Sonntag werden sie in Sonthofen in einem gemeinsamen Konzert als Solisten auftreten. Veronika Krull fragte die jungen Künstler unter anderem, wie weit die Musik auch nach dem Abitur im nächsten Jahr ihr Leben bestimmen wird.

Wie kommt es zu diesem gemeinsamen Konzert?
Verena Hofmann: Die Idee hatte unser Gitarrenlehrer. Wir sind ja beide im LK Musik. Da haben wir die praktischen Klausuren, wo wir vorspielen müssen. Da hat unser Lehrer gemeint, die Klausuren müssten wir sowieso üben, dann könnten wir auch ein eigenes Konzert geben.
Was werdet Ihr spielen und warum?
Verena: Ich spiele ausschließlich spanische und südamerikanische Stücke, zum Beispiel von Isaac Albéniz aus Spanien oder Heitor Villa-Lobos aus Brasilien. Ich finde diese Musik sehr gut: auf der einen Seite temperamentvoll und feurig, auf der anderen Seite ruhig und melodiös.
Andreas Braunsch: Ich werde unter anderem zwei Stücke von Anton Diabelli, einem Österreicher, vortragen. Er ist eine wichtige Persönlichkeit für die Volksmusik, der ich mich sehr verbunden fühle. Die Stücke sind klassisch mit Elementen aus der Volksmusik. Ich spiele auch «Homeless» von Michael Langer, einem der besten Gitarristen Österreichs. Das ist eher zeitgenössisch, aber trotzdem angenehm fürs Ohr. Langer verwendet da sehr ungewöhnliche Griffe.
Andreas, Du machst auch beim Festival «Ein Ort wird Musik» in Hindelang mit. Was erwartet dort die Zuhörer?
Andreas: Ja, genau, ich werde heute Nachmittag um 15 Uhr im Café «Polite» auftreten, aber nicht allein, sondern mit der «Hinderschtuinar Hirtemuseg». Wir sind dann zu dritt und spielen Volksmusik, überwiegend Stücke von unserer Lehrerin Beate Lipp.
Ihr seid beide im Leistungskurs Musik. Entspricht er Euren Erwartungen?
Verena: Das teilt sich ja in Theorie und in Praxis, wo wir gemeinsam musizieren. Wir haben mehr Theorie - andersherum wäre es schöner. Ich habe aber schon einiges gelernt, was ich noch nicht gewusst habe. Eigentlich geht es natürlich ums Abi.
Andreas: Ja, im Prinzip ist es das Pensum fürs Abitur, wie zum Beispiel die Werkanalyse, bei der man bestimmte Stilmittel benennen muss. Da habe ich auch durchaus noch neue Sachen gelernt. In Richtung Gehörbildung und Harmonieanalyse könnte es intensiver sein - zumindest für den, der mehr daraus machen will. Aber jeder muss seinen eigenen Weg gehen in Richtung Musik, muss sich allein auf die Aufnahmeprüfung vorbereiten.
Wie geht es bei Euch nach dem Abi weiter? Werdet Ihr die Musik zu Eurem Beruf machen?
Andreas: Ja. Mein Wunsch ist ein Studium in Salzburg. Die Aufnahmeprüfung ist nächstes Jahr im Herbst. Schwerpunkt wird Gitarre sein, alles andere ist noch offen. Nach dem Studium will ich mich in Richtung Schule orientieren.
Verena: Sicher nichts mit Musik. Es macht zwar schon Spaß mit Musik, aber es nicht so einfach, beruflich Fuß zu fassen. Wies nach dem Abi konkret weitergeht, weiß ich aber noch nicht.
Auftritt: Verena Hofmann und Andreas Braunsch spielen am Sonntag, 17. Oktober, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum in Sonthofen. Tags zuvor werden sie das gleiche Konzert um 18.30 Uhr in der evangelischen Kirche in Ottobeuren präsentieren. Der Eintritt ist frei.

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