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Allgäuer Zeitung

Samstag, 14. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
25.10.2010

Brücken gebaut, damit sich Völker besser verstehen

Mit einem fröhlichen und stimmungsvollen Fest ist das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft, auf französisch Jumelage genannt, zwischen Oberstdorf und Megève gefeiert worden. Es sei das Verdienst der Kommunen, auf diesem Wege Brücken zur Völkerverständigung gebaut zu haben, über Grenzen hinweg und zwischen den Nationen. Dies sagte Bürgermeister Laurent Mies als Gastgeber.

Zwischen den beiden Wintersportorten - auf der einen Seite im französischen Hochsavoyen nahe des Montblanc gelegen und auf der anderen Seite im Oberallgäu - sei in vier Jahrzehnten eine aufrichtige Freundschaft entstanden, bestätige die Megèver Amtskollegin Sylviane Grosset Janin. «Oberstdorf und Megève haben mit den Alpen, der Landwirtschaft, der Folklore und dem Tourismus viele Gemeinsamkeiten», hob sie hervor. Die Partnerschaft sei ein wertvolles Geschenk.
Grußworte gabs beim Festabend nicht nur von den Bürgermeistern beider Gemeinden, sondern auch von den Vorsitzenden der jeweiligen Partnerschaftsvereine Fritz Schwarz und Michèle Marin. Sie hatte für ihren Kollegen aus Oberstdorf einen schnittigen Einkufen-Schlitten mitgebracht. Damit noch nicht genug der Gastgeschenke zum runden Datum der Verschwisterung.
Die mit mehr als 200 Personen nach Oberstdorf gereisten Megèver brachten eine wertvolle Tontafel des Savoyer Künstlers Laurent Castelain, Trachtenpuppen sowie eine Mappe mit Erinnerungsfotos mit. Im Gegenzug dazu hatten die Oberstdorfer für die Ehrengäste und die ehemaligen Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine eine fotografische Chronik zum Thema «40 Jahre Jumelage» vorbereitet. Im April war bereits eine Delegation aus Oberstdorf nach Megève gereist und hatte am Fuß des höchsten Bergs der Alpen mit den französischen Freunden den runden Geburtstag der Städtepartnerschaft gefeiert.
Zum jetzigen Jubiläums-Wochenende für die Besucher von jenseits der Grenze gehörten ein Besuchsprogramm und ein feierlicher Gottesdienst mit Pfarrer Peter Guggenberger. Unter den Gästen befand sich Josef Kornitzky. Er leitete 16 Jahre lang als Vorsitzender den Oberstdorfer Partnerschaftsverein. Kornitzky war in dieser Zeit maßgeblich am Aufbau des Schüleraustausches zwischen den Gymnasien Oberstdorf und Megève beteiligt.
Die Städtepartnerschaft sei von Anfang an von Gemeinde und Kurverwaltung sowie von Vermietern und Gastronomen unterstützt und gefördert worden, berichtete er. Heute freut es ihn besonders, dass sich so viele junge Menschen für die Verschwisterung engagieren. Konritzky: «Die Freundschaft zwischen Oberstdorf und Megève wird in die Zukunft getragen.»
Beim Festabend im Oberstdorf- Haus wurde ein buntes Programm serviert. Die Musikkapelle sorgte für die Blasmusik. Ensembles der Musikschule präsentierten Volksmusik, und die Band «Internal Gravity» wartete mit Rockmusik auf. Die Plattler des Trachtenvereins traten auf, die «Wilden Mändle» zeigten ihren Keulentanz, und die «Historische Tracht» aus Oberstdorf stand gemeinsam mit Folkloregruppen aus Megève auf der Bühne.

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