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Allgäuer Zeitung

Montag, 9. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
28.10.2010

Es soll ein beschwerdefreier Urlaub für Allergiker werden

Um die Lebensqualität von Allergikern auch im Urlaub zu verbessern, unterstützt die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) Ferienorte dabei, sich allergikerfreundlich auszurichten. Die Marktgemeinde Bad Hindelang ist, wie bereits berichtet, voll mit dabei. Restaurants, Hotels, Vermieter von Ferienhäusern und -wohnungen entwickeln ebenso wie Supermärkte, Bäckereien und andere Gewerbetreibende Angebote, die Allergikern einen möglichst beschwerdefreien Urlaub ermöglichen. Der Start kann nun im Ostrachtal erfolgen, nachdem Bürgermeister Adalbert Martin und Kurdirektor Max Hillmeier Augenzeugen in Berlin waren , als der Förderbescheid des Verbraucherschutzministeriums für ein Modellprojekt mit allergikerfreundlicher Ausrichtung an die ECARF übergeben wurde.

Betroffene fast in jeder Familie
Wie aus einer Pressemitteilung der Stiftung hervorgeht, würdigte der Parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums und gleichzeitige Allgäuer CSU-Bundestagabgeordnete Gerd Müller bei dem Zusammentreffen in der Berliner Charité das Modellvorhaben als wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu qualitätsgesicherten touristischen Angeboten für Betroffene. «Heute gibt es in fast jeder Familie einen Allergiker», weiß Müller. Der Staatssekretär hat eine besondere Beziehung dazu, ist er doch so etwas wie ein Schutzpatron der Privatklinik für Kinder, Santa Maria, im hochgelegenen Hindelanger Ortsteil Oberjoch. Dort werden bei reizstoffarmer Luft Kinder behandelt, die an Atemwegserkrankungen leiden.
Ein Zertifikat ist erforderlich
Seit 2006 vergibt die Stiftung für Allergieforschung ein Qualitätssiegel für allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen. 2008 zeichnete die Stiftung mit dem Ostseebad Baabe auf Rügen erstmals eine ganze Ortschaft als allergikerfreundlich aus. Bad Hindelang könnte der nächste Preisträger werden, wenn die nötige Begutachtung mit einem abschließenden Zeugnis erfolgreich verläuft. Die Erfahrungen, die jetzt Bad Hindelang bei diesem Prozess macht, sollen später auf andere Kommunen übertragen werden.
Professor Dr. med. Torsten Zuberbier leitet die Allergie-Forschungseinrichtung. Bei dem Treffen in der Bundeshauptstadt sagte er, dass die für Hindelang zu erarbeitenden Leitfäden Kommunen in allen Regionen Deutschlands motivieren sollen, sich ebenfalls allergikerfreundlich auszurichten. Aus medizinischer Sicht geprüfte Angebote brauchten dabei grundsätzlich nicht teurer zu sein als vergleichbare Produkte und Dienstleistungen, hielt der Professor fest.

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