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Allgäuer Zeitung

Donnerstag, 12. Dezember 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
29.10.2010

Baugebiete gestrichen

Wie wird Immenstadt in 15, 20 Jahren aussehen? Wo wurde vermehrt gebaut? Wo stehen neue Wohnhäuser und wo hat sich Gewerbe angesiedelt? Vorhersagen kann das keiner. Der Immenstädter Stadtrat hat aber eine Antwort darauf, wie das Städtle aussehen soll. Denn das zeigt der Flächennutzungsplan, dessen Entwurf der Stadtrat jetzt gebilligt hat. Unterm Strich fällt in vielen Ortsteilen Bauland weg, das laut dem letzten Flächennutzungsplan eigentlich hätte entstehen sollen. Ob alles tatsächlich so kommt, wie jetzt im Planwerk vorgesehen, ist aber mehr als fraglich. Denn daran gebunden, alles auch umzusetzen, ist die Stadt nicht, erklärt Planer Hubert Sieber. Begleitend wurde auch ein Landschaftsplan erstellt (siehe Nachgefragt).

Wesentliche Änderungen und wichtige Bebauungsflächen gibt es nach Auskunft von Andreas Eppinger vom Planungsbüro Sieber in folgenden Bereichen:
Bräunlings/Gnadenberg: Diese beiden Orte sollten nach früherer Planung mit einem Baugebiet miteinander verbunden werden. Der neue Flächennutzungsplan hat das Bauareal deutlich reduziert.
Seifen: Neu im Plan ist das Gewerbegebiet, das westlich der alten B19 entstehen soll.
Immenstadt: Das geplante große Wohnbaugebiet an der Alpe Immenstadt - nördlich der jetzigen Bebauung - bleibt erhalten.
Rauhenzell: Auch an der vorgesehenen Wohnbebauung nördlich von Rauhenzell ändert sich nichts. Westlich von Rauhenzell wurde ein Baugebiet wegen Hochwassergefahr allerdings gestrichen.
Akams: Ebenfalls aus der Planung raus ist ein Wohnbaugebiet in Akams - weil es schwierig zu erschließen und landschaftlich sehr exponiert sei.
Bühl: Entgegen früherer Planungen wird auch eine Sonderbaufläche für Freizeit und Erholung nordöstlich des Hotels Rothenfels nicht weiterverfolgt.
Knottenried: Ursprünglich sollte im Südwesten des Ortes ein Baugebiet mit in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden. Planer Sieber wies im Stadtrat aber darauf hin, dass das die Logik durchbricht, nach der ansonsten vorgegangen wird. Er schlug vor, das Gebiet mit einem anderen planerischen Mittel zu verwirklichen. Damit war der Stadtrat dann auch einverstanden.
Fraglich war laut Sieber auch der Wunsch des Stadtrats, einen Kiosk an der Loipe in Knottenried mit aufzunehmen. Das hätte keine Aussicht auf Erfolg, meinte der Architekt. Ob der Kiosk mit einem anderen Planungsinstrument verwirklicht werden kann, sei rechtlich umstritten. Im Flächennutzungsplan steht er jetzt jedenfalls nicht mehr drin.
Reichlich Diskussion gab es im Stadtrat über den Textteil des Flächennutzungsplans. Markus Sprinkart (CSU) wies auf mehrere Stellen hin, die inhaltlich überholt sind und forderte, die Abstimmung deswegen zu verschieben. Davon riet Planer Sieber ab. Aufgrund des langen Prozederes würden einzelne Punkte immer inaktuell, so seine Begründung.
Letztlich kam ein Kompromiss zustande. Kleinere Text-Änderungswünsche sollen in der nächsten Stadtratssitzung behandelt werden. Bringen die Ratsmitglieder mehr Änderungen vor, werden sie zusammen mit den Anmerkungen verschiedener Behörden und Organisationen behandelt, die den Plan nun im nächsten Schritt erhalten. Das wurde mit 14:9 Stimmen beschlossen.

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