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Allgäuer Zeitung

Sonntag, 25. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
08.11.2010

Viele Oberallgäuer wollten noch alten Ausweis haben

Erst seit wenigen Tagen gibt es ihn, doch schon einige Oberallgäuer haben ihn beantragt: den neuen Personalausweis. Mithilfe eines Chips soll er den Datenaustausch in der elektronischen Welt vereinfachen. Aber neue Technik kann auch Schwierigkeiten machen. Wie sind die Oberallgäuer Behörden mit der Einführung zurechtgekommen? Und wie ist die Resonanz der Bürger?

Die Mitarbeiter in den Einwohnermeldeämtern haben vor allem eines beobachtet: In den Tagen vor der Einführung ging es rund. Viele Bürger wollten offenbar noch schnell die alte Version haben, wahrscheinlich wegen des deutlichen Preisunterschieds von rund 20 Euro. «Die Gebühr war wohl der Hauptgrund, dass so viele noch vorher gekommen sind», glaubt jedenfalls Max Schedler, Leiter des Ordnungsamtes in Oberstdorf. Auch in anderen Kommunen gab es einen regelrechten Ansturm auf den alten Personalausweis: «Etwa eine Woche vor der Umstellung waren ziemlich viele Bürger da», berichtet Elena Dück vom Sonthofer Einwohnermeldeamt und Sabine Schließmann von der Verwaltungsgemeinschaft Weitnau (zuständig auch für Missen-Wilhams) spricht von einem «Wahninns-Andrang». Auch Monika von Roth, Leiterin des Immenstädter Bürgerbüros, berichtet: «Die Woche davor war sehr arbeitsintensiv.»
Viel Arbeit haben die Behörden aber auch jetzt. Der Verwaltungsaufwand sei mit dem neuen Personalausweis wesentlich höher, vor allem weil die Bürger nun eine intensivere Beratung bräuchten, sagt Monika von Roth. Während sie früher mit drei Minuten pro Antrag gerechnet hat, muss von Roth jetzt rund 20 Minuten pro Person einplanen. Sabine Schließmann hat ebenfalls auf die Uhr geschaut und bestätigt: «Wir brauchen jetzt 17 Minuten, bis ein Antrag durch ist.» Auch Max Schedler spricht von einer Mehrarbeit: weil der Beratungsaufwand höher und die Datenerfassung wesentlich aufwendiger ist - zum Beispiel dann, wenn jemand seinen Fingerabdruck auf dem Dokument haben möchte. Ebenfalls Mühe macht die technische Umstellung. «Das läuft noch nicht», sagt Schedler. Zumindest in Sonthofen sieht das anders aus: «Technisch hat alles super geklappt», berichtet Elena Dück.
In Weitnau/Missen-Wilhams kämpfen die Mitarbeiter zwar noch ein wenig mit der EDV-Umstellung, «aber das pendelt sich schon noch ein», ist sich Sabine Schließmann sicher.
Beschwerden über den hohen Preis des neuen Dokuments haben die Mitarbeiter in den Meldeämtern bisher kaum gehört. «Die Bürger waren vorher ja schon informiert», sagt Monika von Roth. Manche hätten auch ganz bewusst gewartet, bis der neue Ausweis samt Chip eingeführt wird, weil sie die Vorteile nutzen wollen. Und wer nicht die Gebühr von 28,80 Euro zahlen wollte, der sei ja extra vor der Umstellung schon gekommen, erklärt Max Schedler.

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