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Allgäuer Zeitung

Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
17.11.2010

Ohne Sponsoren geht fast nichts

Licht im Dunkel: Die Jugendfußball-Teams des SC Thalkirchdorf sind auf Flutlicht angewiesen. Gerade zur jetzigen Jahreszeit. Die alte Beleuchtung war jedoch in die Jahre gekommen. Dass die Spieler jetzt nicht im Dunkeln stehen, verdanken sie auch der Unterstützung von Unternehmen. Untypisch ist das nicht: Denn aus Mitgliedsbeiträgen und Zuschüssen lassen sich längst nicht alle Ausgaben der Sportvereine finanzieren.

«Direkt fließt das wenigste Geld von Unternehmen an den Verein», sagt etwa Jürgen Funke, der Vorsitzende des SC Thalkirchdorf. Indirekt sei die Unterstützung aber groß: So stellt zum Beispiel die Allgäuer Alpenwasser AG nicht nur Getränke beim Training und Wettkampf zur Verfügung, sondern auch zum Verkauf bei Veranstaltungen. Der Verein zahlt dafür nichts, kann aber den Erlös verwenden - etwa für die neue Flutlichtanlage, die in dieser Saison erstmals zum Einsatz kommt. Den Skilift in Thalkirchdorf können die Wintersportler im 629 Mitglieder zählenden Verein gelegentlich kostenlos nutzen - oder die Abendkarten verkaufen und somit ebenfalls Geld sammeln. «Und wenn es einmal am Material klemmt, hilft das Sportgeschäft Hauber mit einer Leihausrüstung aus», so Funke.
Ähnlich hat auch der Bau des Beachvolleyplatzes funktioniert, der 2011 eingeweiht wird: «Zwölf Firmen haben uns mit ihrer Arbeitsleistung unterstützt», freut sich der SC-Vorsitzende. Dass nicht einfach das Geld von den Sponsoren fließt, fördere nicht zuletzt die Aktivität im Verein. Denn ohne die Mitarbeit funktioniere das System nicht. Nur die Hälfte des Jahresbudgets von 50000 Euro bestreitet der Verein durch Beiträge, 5000 Euro kommen als Zuschüsse hinzu.
Über 40 Firmen
Das Allgäu-Team Sonthofen könnte ohne Sponsoren gar nicht erst spielen. Die in der 1.
Bundesliga spielenden Volleyball-Frauen haben einen jährlichen Finanzbedarf von rund 300000 Euro - «wenig im Vergleich mit anderen Teams der Liga», weiß Holger Spaeth, der sich um das Sponsoring kümmert. Einen Hauptsponsor hat er noch nicht gefunden. Die Spielerinnen können hingegen auf mehr als 40 Unternehmen setzen, die mit kleineren und größeren Beträgen nahezu das gesamte Budget abdecken. Vor allem auf regionale Sponsoren setzt Spaeth und verweist auf die bewusst umgesetzte Namensänderung: «Das ganze Allgäu kann und soll sich mit dem Team identifizieren».
Nicht in allen Sportvereinen im Oberallgäu sind Sponsoren Voraussetzung für den laufenden Betrieb. Beim Turnverein Stein in Immenstadt zahlt «allenfalls das Gasthaus Krone mal ein Essen oder einen Satz Trikots», wie TV-Vorsitzender Bernhard Müller erzählt. 1100 Mitglieder hat sein Verein. Sie finanzieren mit ihren Beiträgen die meisten Ausgaben. Hinzu kommen Zuschüsse von der Stadt und der Julius-Kunert-Stiftung. «Wir haben keine Angestellten und keinen Bus», so Müller. Nicht zuletzt deshalb können auch die Beiträge mit 18 Euro jährlich weit unter dem Durchschnitt liegen. Anders sieht es allerdings in der Karate-Abteilung des TV Stein aus. Ebenfalls ohne Sponsor, finanziert hier der Mitgliedsbeitrag von zwölf Euro im Monat die teils weiten Fahrten zu Wettkämpfen. Schafft ein Mitglied den Sprung in die Nationalmannschaft, wie Siebl Bozkurt und Chin Ying Sung, übernimmt der Verband die Reisekosten.

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