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Allgäuer Zeitung

Montag, 19. August 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
06.12.2010

Wieder mehr Basteleien und Kunsthandwerk

Ordensschwester Fatima hat an ihrem Stand beim Weihnachtsmarkt in Immenstadt einen dicke Matte nebst einem Teppich auf dem Schneeboden am Klosterplatz ausbreiten lassen. Der schützt dann doch ein wenig vor der nach oben kriechenden Kälte. Die Ordensfrau mit Blick auf die «lebende Krippe» nebenan bietet kleine Weihnachtskrippen an, die Schülerinnen der Mädchenrealschule Maria Stern nebenher gefertigt haben. Der Erlös ist beispielsweise für ein Kinderheim in Bethlehem bestimmt. «Es ist schöner geworden mit dem Weihnachtsmarkt», stellt Schwester Fatima erfreut fest. Zwischen Marienplatz und Klosterplatz bieten die teilnehmenden Vereine und Organisationen inzwischen wieder mehr Basteleien und Kunsthandwerk an.

Einiges davon ist im sogenannten Herburger-Haus gegenüber der Sparkasse zu finden. Im sonst leerstehenden, aber schön warmen Erdgeschoß, wo früher Mode verkauft wurde, haben zum Weihnachtsmarkt nicht nur Stubenmusik, eine Harfenistin und eine Jodlergruppe mit alten Weisen Einzug gehalten, sondern auch Handwerker und Kräuterfrauen. Bärbel Bentele aus Stiefenhofen ist bei den Allgäuer Kräuterlandfrauen dabei und bietet einen Sirup aus Fichtenspitzen feil. Die jungen Triebe alter Fichten im Frühjahr stellen die Rohware für das Elixier dar. «Wir müssen eine Wertschätzung haben, was uns unsere Heimat gibt», sagt sie. Und es muss auch nicht immer Glühweinduft und Bratwurstdunst sein, der da über den abendlich fein beleuchteten Marienplatz wabert.
18 Jahre lang hat Waltraud le Maire die Schulkinder betreut, die Maria und Josef spielen und mit der Sammelbüchse für die Dritte Welt umherziehen. Die «Hirten auf dem Felde» können sich wenigstens am Lagerfeuer erwärmen. Ochs und Esel im Stall sowie die Schafe halten es, sanft gebettet auf Stroh, ohne direkte Wärmequelle aus, genießen sie doch Streicheleinheit der Marktbesucher. Im Advent 2011 will Waltraud le Maire nur noch als einfache Besucherin übers Gatter schauen.
In der Weihnachtsstube hat derweil Cengizhan Kan (12) einen Rumpelklausen aus Wolle gebastelt. «Den stell ich mir daheim auf», begutachtet er sein Werk. Tags darauf will er bei waschechten Klausen zuschauen. Hoffentlich muss er nicht wieder, wie beim letzten Male, «Alle meine Entchen» singen, um die vermummten Gestalten zu besänftigen..

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