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Allgäuer Zeitung

Samstag, 21. Oktober 2017
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
09.03.2011

„Bio-Regional-Fair“ gute Lösung
Hunger trotz Überfluss: Weltagrarbericht zeigt Probleme auf

Sonthofen (wp/ej).
Noch nie haben auf der Erde so viele Menschen gehungert, obwohl Landwirte auf der ganzen Welt gleichzeitig mehr Lebensmittel pro Kopf produzieren als je zuvor.

Weitermachen wie bisher ist keine Option, da die Industrialisierung und Globalisierung der Landwirtschaft lediglich zur Profitsteigerung einzelner und zu großflächigen Monokulturen geführt haben und nicht zur Verbesserung der Welternährung. Benedikt Härlin von der Zukunftswirtschaft Landwirtschaft zeigt mittels des Weltagrarberichtes, an dem er selbst mitgeschrieben hat, die Probleme deutlich auf, vermittelt jedoch auch
Lösungsansätze.
Der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel an den gesamten Konsumausgaben nimmt seit Jahren ab. Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Rohstoffe sind in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gefallen. Mit den fallenden Preisen verringert sich auch das Einkommen der Mehrzahl der Landwirte. Vorhergesagt ist ein Anstieg der Agrar- und Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt. Das verbessert jedoch nicht automatisch die Lage der Erzeuger. Denn ihr Anteil am Endverbraucherpreis sinkt zugunsten des Handels und der Verarbeiter sowie der Hersteller von Saatgut, Dünger, Pestiziden und Maschinen. An den Finanzmärkten spekulieren einige wenige mit dem Getreide von Morgen und sähen damit Hunger auf Erden. Die Analysen des Weltagrarberichts zeigen: Wir brauchen eine agrarökologische Evolution der Landwirtschaft, der Lebensmittelproduktion und des Konsums. Agrarökologische Konzepte gründen in erster Linie auf traditionellem und lokalem Wissen. Ökologischer Landbau im Einklang mit der Natur optimiert den Erhalt und gewährleistet nachhaltiges Wirtschaften. Das Verhalten der Verbraucher bietet einen weiteren Ansatz. Denn die Kaufentscheidung jedes Einzelnen hat direkten Einfluss auf das gesamte System. Bewusst einkaufen, weniger Fleisch essen und die Herkunft der Lebensmittel kontrollieren, so lautet die Formel auf einen Nenner gebracht.

Rege Diskussion

Das Konzept der Stadt Sontho-fen, heimische Produkte mit solchen zu kombinieren, die es hier nicht gibt, zum Beispiel fairen Kaffee mit heimischer Milch, lobt Benedikt Härlin sehr. Der Stadt ist es mit der Initiative „Bio-Regional-Fair“ gelungen, einen richtigen und wichtigen Impuls zu setzen, der sich im Allgäu durchsetzen sollte.
Doris Buhl, Landwirtin aus Sonthofen, appellierte in der Diskussion an die Politik, insbesondere die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe zu unterstützen. „Klasse statt Masse“ sollte wieder mehr ins Bewusstsein rücken. Sie sprach sich auch dafür aus, künftig nur noch landwirtschaftliche Familienbetriebe und keine Großindustrie mehr zu subventionieren.

Die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Sonthofen zusammen mit Benedikt Härlin (hinten im Bild) und Michael Finger vom ABL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), der den Kontakt zum Referenten herstellte: Renate Schiebel, Marlene Pfeifer, Gertraud Gorter, Michael Finger, Benedikt Härlin und Petra Wilhelm.
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