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Allgäuer Zeitung

Freitag, 18. August 2017
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
01.02.2012

Die richtige Starthilfe
Was bei der Starthilfe zu beachten ist

Oberallgäu (ex).
Auf Frost folgt vielfach Frust – wenn die Autobatterie bei Eiseskälte plötzlich den Geist aufgibt. Wer dann nicht auf die überlasteten Pannenhelfer warten will, kann seinen Wagen mithilfe
eines anderen Fahrzeugs wieder flott machen.

Dabei muss das Überbrückungskabel die DIN-Norm 72553 beziehungsweise ISO-Norm 6722 erfüllen.
Zudem muss das Kabel immer einen Mindestquerschnitt von 16 Quadratmillimetern aufweisen, bei Motoren über 2,5 Litern Hubraum und Diesel-aggregaten besser 25 Quadratmillimeter. „Diese Hinweise finden sich auf der Verpackung“, erklärt TÜV Kraftfahrtexperte Hans-Ulrich Sander. Wichtig ist, beim Überbrücken immer die richtige Reihenfolge einzuhalten, sonst droht Explosionsgefahr. Und so funktioniert die richtige Starthilfe: Zunächst die Zün-
dung und
alle Strom-
verbrau-
cher an
beiden Fahrzeugen aus-
schalten. Bei abgestellten Motoren erst das rote Kabel
mit den Pluspolen des Spenderakkus sowie der entladenen Batterie verbinden. Anschließend das schwarze Kabel an den Minuspol der vollen Batterie, dann das zweite Ende an einem blanken Metallteil – etwa dem Motorblock – des Havaristen festklemmen.
„Auf gar keinen Fall das schwarze Kabel am Minuspol des leeren Stromspeichers anschließen“, warnt der TÜV-Fachmann. „Denn durch mög-
liche Funkenbildung beim An-
und Abklemmen der Kabelzangen am Pol können sich Knallgase entzünden,“ so Hans-Ulrich Sander weiter.
Wenn der Motor des Pannenautos wieder läuft, einen starken Verbraucher wie die Heckscheibenheizung einschalten, denn beimLösen der Zangen können im Bordnetz Spannungsspitzen auftreten, die elektronische Bauteile gefährden. Anschließend die Kabel trennen, allerdings in umgekehrter Reihenfolge – erst schwarz, dann rot. Zum Schluss die zusätzlichen Verbraucher wieder ausschalten und mehrere Kilometer fahren. So kann sich der Akku regenerieren. Übrigens – auch bei Hybridfahrzeugen funktioniert die Starthilfe nach dem selben Prinzip. Allerdings raten die Hersteller aufgrund der insgesamt schwächer dimensionierten Verkabelung davon ab, Starthilfe mit Hybridfahrzeugen zu leisten.

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